Beim Hallenbad-Anbau der „Rheinwelle“ wurde am Montag ein echter Meilenstein erreicht. Mit dem Richtfest wurde in Gau-Algesheim eines der bedeutendsten Bauvorhaben im Landkreis Mainz-Bingen gefeiert. Wie der Zweckverband Regionalbad Bingen-Ingelheim mitteilt, stehe das Projekt für Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit sowie den Anspruch, eine moderne Infrastruktur für kommende Generationen zu schaffen.
Meilenstein für Hallenbad-Anbau der „Rheinwelle“ erreicht
Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen. Rund 60 Gäste kamen gemeinsam mit Baufirmen sowie Planungs- und Projektbeteiligten auf der Baustelle zusammen, um diesen Anlass zu würdigen. Traditioneller Höhepunkt war der Richtspruch, den Zimmermann Pascal Sahm vortrug und dabei dem Bauwerk sowie seinen künftigen Nutzern Glück und Bestand wünschte. Mit einem symbolischen Anstoßen wurde der erfolgreiche Abschluss der Rohbauphase begangen.
Ehrengäste aus Landes- und Kommunalpolitik
Zu den anwesenden Ehrengästen zählten unter anderem der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling, Vertreter der Fördermittelgeber, der Beigeordnete der Stadt Bingen und Verbandsvorsteher des Zweckverbands Regionalbad Bingen-Ingelheim Sebastian Hamann, die Ingelheimer Bürgermeisterin und stellvertretende Verbandsvorsteherin Eveline Breyer, der Gau-Algesheimer Bürgermeister Michael König sowie Mitglieder des Zweckverbands und des Aufsichtsrats der Regionalbad Bingen-Ingelheim GmbH.
Sichtbares Zeichen interkommunaler Zusammenarbeit
„Mit dem Richtfest unseres Erweiterungsbaus wird sichtbar, wie aus jahrelanger, gemeinsamer und zielgerichteter Planung Schritt für Schritt ein zukunftsweisendes Projekt entsteht“, sagte Verbandsvorsteher Sebastian Hamann zur Eröffnung der Feier. Und: „Diese Investition wäre ohne die enge Partnerschaft der beteiligten Kommunen und die Unterstützung unserer Fördergeber nicht möglich. Der Anbau ist eine große Bereicherung – für den Sport, für Rheinhessen und für unsere drei Städte. Wir schaffen einen attraktiven Ort für Bürgerinnen und Bürger, für Schulen und Vereine. Die zusätzliche Wasserfläche ermöglicht es künftig noch mehr Kindern, schwimmen zu lernen, und bietet bessere Trainings- und Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen.“
Die Ingelheimer Bürgermeisterin und stellvertretende Verbandsvorsteherin Eveline Breyer betonte: „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktioniert hervorragend. Die Arbeiten laufen planmäßig – das ist ein beeindruckendes Ergebnis.“
Große Investition mit starker Förderung
Der Neubau ist mit Gesamtkosten von rund 16 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit vier Millionen Euro aus dem Sportstättenförderprogramm, der Landkreis Mainz-Bingen mit 1,425 Millionen Euro. Die Städte Ingelheim, Bingen sowie Gau-Algesheim tragen gemeinsam 4,9 Millionen Euro. Der verbleibende Anteil soll über Darlehen finanziert werden.
Bereits im Juli 2025 hatte Innenminister Michael Ebling den Förderbescheid des Landes persönlich übergeben. In seinem Grußwort beim Richtfest betonte er: „Schwimmsport ist Lebenssport. Mit dieser Investition treffen die beteiligten Kommunen eine mutige und zugleich zukunftsorientierte Entscheidung. Ich gratuliere Ihnen zu diesem gemeinsamen Kraftakt und habe großen Respekt vor der Leistung aller Beteiligten. Hier entsteht ein modernes Bad, das den Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und zeitgemäße Sportinfrastruktur in besonderer Weise gerecht wird.“
Würdigung des Handwerks
Ein Richtfest sei vor allem ein Anlass, die Leistung der Handwerkerinnen und Handwerker zu würdigen: „Unser besonderer Dank gilt allen, die hier mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz arbeiten – den Handwerkerinnen und Handwerkern, den Planern und Architekten, dem Projektsteuerer sowie den Mitarbeitern der rheinwelle, insbesondere im technischen Bereich. Ohne ihren Einsatz wären wir heute nicht hier“, so Eveline Breyer.
Eröffnung für 2027 geplant
Mit dem Erweiterungsbau entsteht ein moderner und energieeffizienter Anbau mit einem multifunktionalen Lehrschwimmbecken sowie einem zusätzlichen 25-Meter-Sportschwimmbecken. Ein separater Eingang ermöglicht Schulklassen, genauso wie Vereinen, künftig einen eigenen Zugang unabhängig vom öffentlichen Badebetrieb.
Der Landkreis und die beteiligten Städte blicken zuversichtlich auf die kommenden Bauphasen. Bei planmäßigem Verlauf soll das neue Hallenbad im Laufe des Jahres 2027 eröffnet werden.