Neue Auswertungen zeigen eine hohe Nitratbelastung in Brunnen im Landkreis Mainz-Bingen. Der VSR-Gewässerschutz hat dafür mehr als 1.200 Wasserproben aus den vergangenen 40 Jahren untersucht.
Viele Brunnen über dem Grenzwert
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Gartenbrunnen über dem Grenzwert liegen. Zwar sank der Anteil belasteter Brunnen zwischenzeitlich, doch später stieg er wieder an.
In der aktuellen Messperiode liegt der Anteil bei über 50 Prozent. Damit ist mehr als jeder zweite untersuchte Brunnen betroffen.
Teilweise deutlich erhöhte Werte
In rund 10 Prozent der Fälle lagen die Nitratwerte sogar beim Doppelten des Grenzwerts. Dadurch steigt das Risiko für Umweltbelastungen.
Der VSR-Gewässerschutz erklärt, dass Maßnahmen in der Landwirtschaft zwar Wirkung zeigen. Dennoch reichen sie bisher nicht aus, um die Belastung dauerhaft zu senken.
Außerhalb von Schutzgebieten besonders betroffen
Besonders stark betroffen sind Brunnen außerhalb von Wasserschutzgebieten. Dort gibt es oft weniger Regeln für den Einsatz von Dünger.
Dadurch gelangt mehr Nitrat in den Boden und schließlich in das Grundwasser.
Auswirkungen auf Umwelt und Gewässer
Das Nitrat gelangt über das Grundwasser auch in Flüsse und schließlich in die Nordsee. Dort fördert es das Wachstum von Algen.
Das kann die Umwelt belasten und das ökologische Gleichgewicht stören.
Der VSR-Gewässerschutz will die Entwicklung weiter beobachten und die Daten regelmäßig auswerten.