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Morgen: Landesweiter Warntag in Rheinland-Pfalz

Landesweiter Warntag in Rheinland-Pfalz am 12. März
Symbolgrafiken: ISF-Projekt, Design: LfBK

Landesweiter Warntag Rheinland-Pfalz: Test für Sirenen und Handys

Der Landesweiter Warntag Rheinland-Pfalz findet am Donnerstag, 12. März 2026, statt. Ab 10 Uhr lösen Behörden eine landesweite Probewarnung aus. Gegen 10:45 Uhr folgt die Entwarnung. Mit dem Warntag überprüfen Behörden ihre Warnsysteme. Gleichzeitig sollen Bürgerinnen und Bürger testen, ob sie Warnmeldungen auf ihren Geräten erhalten. Der Warntag orientiert sich am bundesweiten System, jedoch mit leicht angepassten Zeiten. Während der Bundeswarntag erst um 11 Uhr startet, beginnt der Test in Rheinland-Pfalz bereits eine Stunde früher.

Wie Warnmeldungen die Bevölkerung erreichen

Die Probewarnung wird über das sogenannte Modulare Warnsystem des Bundes verschickt. Dieses System verbindet zahlreiche Warnmultiplikatoren miteinander Dazu zählen Rundfunksender, Warn-Apps und digitale Plattformen. Von dort werden Warnmeldungen an Fernseher, Radios und Smartphones weitergeleitet Auch Kommunen können zusätzliche Warnmittel einsetzen. Dazu gehören etwa Sirenen oder Lautsprecherfahrzeuge.

Der Warntag soll sicherstellen, dass diese Systeme im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Denn bei Großbränden, Unwettern oder Gefahrstoffunfällen ist eine schnelle Warnung der Bevölkerung entscheidend. Der bundesweite Warntag wurde 2020 erstmals durchgeführt. Nach anfänglichen Problemen beim Start wurden die Systeme technisch verbessert und seitdem regelmäßig getestet.

Neue Rolle für Cell Broadcast

Eine wichtige Rolle spielt inzwischen der sogenannte Cell Broadcast. Dabei werden Warnmeldungen direkt über das Mobilfunknetz an Smartphones gesendet. Der Vorteil: Die Warnung erreicht auch Menschen, die keine Warn-App installiert haben. Neu ist jedoch eine Besonderheit bei der Entwarnung. Diese wird über Cell Broadcast automatisch nur mit der niedrigsten Warnstufe verschickt. Damit soll verhindert werden, dass Millionen Smartphones gleichzeitig einen lauten Alarmton auslösen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt deshalb, die niedrigste Warnstufe auf dem Smartphone aktiviert zu lassen.

Warn-Apps liefern zusätzliche Informationen

Neben Cell Broadcast spielen Warn-Apps weiterhin eine wichtige Rolle. Die Warn-App NINA des Bundes informiert über verschiedene Gefahrenlagen. Dazu zählen beispielsweise Gefahrstoffunfälle, Großbrände oder Unwetter. Seit Juli 2025 werden dort auch polizeiliche Warnmeldungen angezeigt. Dazu gehören etwa Hinweise zu Gewaltdrohungen oder Fahndungen nach gefährlichen Straftätern.

Auch die App KATWARN informiert über Gefahrenlagen. Sie kann ortsbezogene Warnungen, thematische Hinweise und deutschlandweite Warnübersichten liefern. Beide Apps ermöglichen es Nutzern außerdem, bestimmte Orte zu abonnieren. So können Bürger ihren Wohnort oder Arbeitsplatz gezielt überwachen lassen.

Der nächste bundesweite Warntag ist für den 10. September 2026 geplant.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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