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Schutz des Feldhamsters wird verlängert – Millionenförderung bis 2029

Schutz des Feldhamsters wird verlängert - Millionenförderung bis 2029
Quelle: Umweltministerium Mainz

Feldhamster: Schutzprojekt rund um Mainz zeigt Wirkung

Der Feldhamster gehört zu den am stärksten bedrohten Säugetieren in Deutschland, aber ein Projekt rund um Mainz sorgt nun für Hoffnung. Zum internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März gab das Umweltministerium Rheinland-Pfalz bekannt, dass das Projekt „Rettungspaket Feldhamster“ verlängert wird. Das Programm läuft nun bis Ende 2029 weiter, und das Land investiert dafür weitere Millionen. Im Gebiet nördlich von Mainz-Ebersheim befindet sich das letzte größere Vorkommen der Art in Rheinland-Pfalz. Dort zeigen Schutzmaßnahmen inzwischen messbare Ergebnisse.

„Artenschutz wirkt. Das zeigt das Projekt der Aktion Grün zum Erhalt des Feldhamsters rund um Mainz. Im Gebiet nördlich von Mainz-Ebersheim, in dem das letzte nennenswerte Vorkommen der Art in Rheinland-Pfalz beheimatet ist, hat sich die Zahl der Baue pro Hektar Maßnahmenfläche im Laufe der letzten Jahre beständig erhöht und lag in 2025 bei zehn Bauen pro Hektar.“

Bei der letzten Kartierung im Herbst wurden erstmals mehr als 500 Baue nachgewiesen.

Landwirtschaft spielt Schlüsselrolle beim Feldhamster

Der Feldhamster ist auf bewirtschaftete Ackerflächen angewiesen, denn reine Schutzgebiete helfen der Art kaum. Deshalb arbeiten Land und Landwirtschaft eng zusammen. Rund 20 Landwirtinnen und Landwirte beteiligen sich an dem Projekt und setzen verschiedene Maßnahmen auf ihren Feldern um. Dazu gehören unter anderem Luzerneflächen, Blühstreifen und sogenannte Ernteverzichtsstreifen. Auch Flächen mit hohen Stoppeln oder Klee-Untersaat bieten Schutz und Nahrung. So entsteht rund um Mainz ein Netz aus Rückzugsräumen in der Agrarlandschaft.

Millionenförderung für den Feldhamster bis 2029

Das Land Rheinland-Pfalz verlängert die Förderung für das Artenschutzprojekt und stellt weitere Mittel bereit. Von 2026 bis 2029 fließen rund 2,4 Millionen Euro in die Maßnahmen. Insgesamt beträgt die Förderung seit 2023 etwa 3,3 Millionen Euro.

„Der Erfolg der zum Teil produktionsintegrierten Schutzmaßnahmen zeigt, dass das gemeinschaftliche Handeln der richtige Ansatz ist. Die Vielfalt der Schutzmaßnahmen ist ein Gewinn für die Biodiversität in der Agrarlandschaft insgesamt.“

Neben dem Feldhamster profitieren auch andere Arten von den Maßnahmen. Blühstreifen und strukturreiche Felder bieten Insekten und Vögeln zusätzliche Lebensräume, während die Landwirtschaft gleichzeitig weiter genutzt werden kann.

„Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist essentiell für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Indem die Vielfalt erhalt wird, kann sich die Natur besser an sich verändernde Bedingungen anpassen.“

Der Feldhamster gilt europaweit als stark gefährdet. Rheinland-Pfalz versucht deshalb, das letzte bedeutende Vorkommen im Raum Mainz langfristig zu sichern.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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