Ein regionaler Gästebeitrag in der Region Hunsrück-Nahe wird jetzt konkret auf seine Machbarkeit geprüft: Gemeinsam mit Rheinhessen hat die Tourismusgesellschaft eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Bis Ende des Jahres soll geklärt werden, ob Übernachtungsgäste künftig an der Finanzierung touristischer Infrastruktur beteiligt werden könnten.
Was bisher bekannt ist:
- Eine Machbarkeitsstudie prüft einen regionalen Gästebeitrag für Hunsrück-Nahe und Rheinhessen.
- Untersucht werden rechtliche, wirtschaftliche, organisatorische und touristische Voraussetzungen.
- Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollen bis Ende 2026 vorliegen.
Noch keine Entscheidung über einen Gästebeitrag
Eine neue Abgabe für Urlauber ist noch nicht beschlossen. Die Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH und die Rheinhessen-Touristik GmbH lassen zunächst untersuchen, ob ein gemeinsamer regionaler Gästebeitrag überhaupt rechtlich und wirtschaftlich umsetzbar wäre.
Mit der Machbarkeitsstudie wurde eine Bietergemeinschaft aus IRS Consult, BTE Tourismus- und Regionalberatung sowie Dornbach & Partner beauftragt. Das Vorhaben wird vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima gefördert.
Die Ergebnisse sollen Politik und Kommunen eine Grundlage für spätere Entscheidungen liefern. Dazu sollen unterschiedliche Modelle untersucht und bewertet werden.
Regionaler Gästebeitrag in Hunsrück-Nahe soll Infrastruktur finanzieren
Hinter der Untersuchung steht vor allem die Frage, wie touristische Angebote langfristig finanziert werden können. Dazu zählen beispielsweise Wander- und Radwege, touristische Beschilderungen, Freizeit- und Serviceangebote sowie Veranstaltungen.
Ein mögliches Modell wäre, Übernachtungsgäste über einen regionalen Gästebeitrag an diesen Kosten zu beteiligen. Wie hoch eine solche Abgabe ausfallen könnte, geht aus den bislang veröffentlichten Informationen nicht hervor.
Die Tourismusgesellschaften argumentieren, dass von Investitionen in die touristische Infrastruktur nicht allein Urlauber profitieren. Wander- und Radwege sowie andere Freizeitangebote werden auch von Menschen genutzt, die in der Region leben.
Kommunen und Tourismusbetriebe sollen beteiligt werden
Bevor Empfehlungen auf dem Tisch liegen, sollen Kommunen, politische Entscheidungsträger, touristische Betriebe und weitere Beteiligte ihre Perspektiven einbringen können. Geplant sind unter anderem Bestandsanalysen, Workshops und Gespräche.
„Unsere touristischen Angebote schaffen einen hohen Mehrwert für Gäste und Bevölkerung“, erklärt Katja Hilt, Geschäftsführerin der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH. Die Studie solle transparent zeigen, ob ein regionaler Gästebeitrag geeignet sei, die Infrastruktur langfristig zu finanzieren und weiterzuentwickeln.
Auch Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH, betont den ergebnisoffenen Charakter. Ziel sei eine belastbare Grundlage für die weitere politische Diskussion.
Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen
In den kommenden Monaten sollen verschiedene Umsetzungsmodelle geprüft werden. Neben der Finanzierung geht es dabei auch um rechtliche und organisatorische Fragen.
Am Ende sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die politischen Gremien stehen. Erst auf dieser Grundlage könnte über die tatsächliche Einführung eines regionalen Gästebeitrags beraten werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden bis Ende des Jahres erwartet.
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