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Bad Kreuznacher Kanuten bekommen sichereren Einstieg

Bad Kreuznacher Kanuten bekommen sichereren Einstieg
Bild: VfL 1848 Bad Kreuznach e.V.

Der VfL Bad Kreuznach hat einen neuen Zugang zur Nahe für seine Kanuabteilung geschaffen. Der Einstieg entstand nach Angaben des Vereins in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Mit der Fertigstellung soll der Zugang zum Wasser für die Kanusportler deutlich sicherer und komfortabler werden.

VfL Bad Kreuznach: Neuer Einstieg an der Nahe

Der neue Zugang führt über einen Plattenweg aus rund einem Dutzend großer Natursteinplatten. Der bisherige Weg vom Bootshaus zum Wasser führte über eine Wiese und einen Wanderweg. Anschließend musste am steilen Ufer eine Treppe genutzt werden. Am unteren Ende der Treppe befand sich bislang ein schlammiger Bereich.

Nach Angaben des Vereins hatte es in der Vergangenheit bereits Vorfälle gegeben, bei denen Menschen ausgerutscht und auf Boote gefallen waren. Der neue feste Untergrund soll deshalb vor allem für mehr Sicherheit sorgen. Gleichzeitig erleichtert er den Einstieg und Ausstieg und sorgt für einen saubereren Zugang zum Wasser.

Der neue Zugang soll auch den Vereinsalltag erleichtern. Nach Angaben der Kanuabteilung können Kinder und Erwachsene nun sicherer zum Einstieg geführt werden. Damit verbessern sich die Bedingungen für Training, Vereinsleben und Nachwuchsarbeit.

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Planung dauerte mehrere Jahre

Die Umsetzung des neuen Zugangs erforderte eine längere Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Da sich der Bereich in einem Naturschutzgebiet befindet, konnte der Zugang nicht ohne entsprechende Abstimmung angelegt werden. Von der ersten Planung bis zur Umsetzung vergingen mehrere Jahre.

Gemeinsam mit einer Naturschutzgutachterin wurde die ursprüngliche Planung angepasst. Aus der zunächst umfangreicheren Idee wurde schließlich ein schmaler Natursteinplattenweg. Zusätzlich wurde ein Gutachten erstellt, in dessen Rahmen auch eine Begehung stattfand. Dabei wurde geprüft, welche schützenswerten Arten in dem Bereich vorkommen.

Der Hauptverein finanzierte die Maßnahme. Die Kanuabteilung bedankte sich ausdrücklich für diese Unterstützung, da sie die Kosten allein nicht hätte tragen können.

Rechtslage zur Befahrung der Nahe geklärt

In den vergangenen Monaten hatte es unterschiedliche Auffassungen darüber gegeben, ob der betreffende Naheabschnitt überhaupt mit Kanus befahren werden darf. Nach Angaben des Vereins war ein Vereinsmitglied beim Befahren der Strecke von Niederhausen bis zum Bootshaus am Wehr in Bad Münster aufgefordert worden, das Wasser zu verlassen. In diesem Zusammenhang sei auch die Polizei hinzugezogen worden.

Nach einer weiteren Situation, bei der es ebenfalls zu einer polizeilichen Aufforderung gekommen sei, habe der Verein eine Klärung der Rechtslage angestrebt. Nach Angaben des VfL wurde daraufhin die Rechtsverordnung zum Schutzgebiet Gans und Rheingrafenstein geprüft. Demnach seien das Aussteigen an Ufern und Inseln sowie an den Wehren und auch das Baden verboten. Das Befahren des Streckenabschnitts sei dagegen nicht ausgeschlossen. Zusätzlich sei in der Verordnung festgehalten, dass Vereinen und Verbänden das Befahren dieses Streckenabschnitts erlaubt sei.

Kanusport und Naturschutz sollen zusammenpassen

Die Kanuabteilung betont, dass der Kanusport naturverträglich betrieben werden soll. Beim Wasserwandern werde darauf geachtet, keinen Müll zurückzulassen. Die Kanuabteilung beteiligt sich zudem an offiziellen Clean-Up-Days, die zweimal jährlich stattfinden.

Auch beim Training sollen die Grundlagen eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur vermittelt werden. Bootstransporte werden so beispielsweise nach Möglichkeit in Fahrgemeinschaften organisiert.

Interessierte können sich über den Kanusport des VfL Bad Kreuznach und die Kanuabteilung unter kanu-vfl.de informieren.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.