Bad Kreuznach. Seit sechs Jahrzehnten werden im Michelin-Werk in Bad Kreuznach hochwertige Reifen produziert. Das Unternehmen hat das Jubiläum mit einem Festakt im Werk an der Nahe gefeiert.
Werkdirektor Guilhem Vogel begrüßte mehr als 130 interne und externe Gäste. Dazu gehörten unter anderem der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling, der französische Generalkonsul Nicolas Bergeret, Landrätin Bettina Dickes und Bad Kreuznachs Oberbürgermeister Emanuel Letz.
Foto: Michelin Archiv
Auch Vertreterinnen und Vertreter der Michelin-Konzernzentralen nahmen an der Veranstaltung teil. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner konnte nicht persönlich dabei sein und gratulierte dem Standort und seinen Beschäftigten mit einer Videobotschaft.
Dank an alle aktuellen und ehemaligen Beschäftigte
Werkdirektor Vogel betonte die Bedeutung der aktuellen und früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Entwicklung des Standorts. Die Tradition und die besondere Kultur des Werks seien eng mit den Menschen verbunden, die dort arbeiten und gearbeitet haben.
Gleichzeitig stehe Michelin vor einer weiteren Veränderung. Das Werk werde mit Unterstützung der Konzernzentrale transformiert. Eine solche Entwicklung könne jedoch nur gemeinsam mit den Beschäftigten gelingen, sagte Vogel.
Auch Personalleiterin Dr. Heike Notzon und Betriebsratsvorsitzender Thorsten Bayer stellten die Belegschaft in den Mittelpunkt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gäben nicht nur Erfahrung weiter, sondern auch das Gefühl, gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Werks zu übernehmen.
Bayer bezeichnete Michelin als wichtigen Arbeitgeber, als Teil der Stadt Bad Kreuznach und als ein Stück Heimat für Tausende Beschäftigte und ganze Familien.
„Michelin und Bad Kreuznach gehören zusammen“
Julia Klöckner unterstrich in ihrer Videobotschaft die enge Verbindung zwischen dem Reifenwerk und der Region. Trotz aller Veränderungen in der Reifentechnologie sei über sechs Jahrzehnte hinweg eines gleich geblieben: Michelin und Bad Kreuznach gehörten zusammen.
Wirtschaftsminister Michael Ebling bezeichnete das Jubiläum als ein bedeutendes Stück rheinland-pfälzischer Industriegeschichte und als Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Er überbrachte außerdem Grüße des Ministerpräsidenten Gordon Schnieder.
Landrätin Bettina Dickes verwies auf die Innovationskraft der Beschäftigten. Von außen erscheine das Werk oft unverändert, im Inneren seien jedoch Leidenschaft für Veränderung und große Schaffenskraft zu spüren.
Oberbürgermeister Emanuel Letz erklärte, Stadt und Region seien ohne Michelin kaum vorstellbar. Die Verbundenheit mit dem Unternehmen und die gelebte Gemeinschaft ließen den Standort eines internationalen Konzerns fast wie einen Familienbetrieb wirken.
Investitionen in den Standort geplant
Der französische Generalkonsul Nicolas Bergeret erinnerte an die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Beide Länder müssten die Industrie in Europa stärken. Michelin und der Standort Bad Kreuznach könnten dabei mit ihrem Pioniergeist als Vorbild dienen.
Thirapol Muengnao, Welt-Industriedirektor von Michelin, betonte die Bedeutung des Standorts für das sogenannte „One Manufacturing Team“ in Europa. Innovationen, operative Leistungsfähigkeit und die Nähe zu den Kunden gehörten zu den Stärken des Werks.
Nach Angaben der Michelin-Konzernleitung sollen in den kommenden Jahren hohe Investitionen nach Bad Kreuznach fließen. Die Konzernvertreter zeigten sich zuversichtlich, dass der Standort diese Investitionen in eine weitere Erfolgsgeschichte umsetzen werde.
Produktionsstart im August 1966
Der offizielle Produktionsstart in Bad Kreuznach erfolgte am 24. August 1966. Seitdem wurde das Werk kontinuierlich modernisiert und erweitert.
Heute ist der Standort das größte Reifenwerk von Michelin in Deutschland. Das Jubiläum stand deshalb nicht nur im Zeichen des Rückblicks, sondern auch im Zeichen der weiteren Entwicklung und der Zukunft des Werks an der Nahe.
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