Eine gemischte Wanderherde hält seit einigen Wochen die begrünten Flächen der stillgelegten Deponie frei und schützt damit auch die Deponiegasbrunnen vor Bewuchs.
Auf der stillgelegten Mülldeponie in Langenlonsheim übernehmen seit einigen Wochen Schafe und Ziegen einen Teil der Flächenpflege. Die Tiere fressen den Bewuchs auf den Hängen zurück und verhindern so, dass die Deponiegasbrunnen zuwachsen. Damit ersetzt die Wanderherde teilweise die bislang eingesetzten dieselbetriebenen Hangmulcher.
Deponiegasbrunnen müssen frei bleiben
Die Deponiegasbrunnen fangen Gase auf, die unterirdisch auf dem Gelände entstehen. Anschließend werden diese kontrolliert abgesaugt.Dadurch soll verhindert werden, dass die Gase unkontrolliert in die Umwelt gelangen.
Wanderherde wechselt wöchentlich den Bereich
Die gemischte Herde zieht jede Woche in einen neuen, eigens eingezäunten Abschnitt der Deponie. So halten die Tiere nach und nach verschiedene Flächen frei. Gleichzeitig soll diese Form der Pflege günstiger und nachhaltiger sein als das frühere Mähen mit Hangmulchern.
Kreis sieht ökologische und wirtschaftliche Vorteile
Der Erste Kreisbeigeordnete von Bad Kreuznach Oliver Kohl betont die Bedeutung der neuen Lösung für den Abfallwirtschaftsbetrieb. „Wir sind als AWB sehr daran interessiert, möglichst nachhaltig zu arbeiten. Die Wanderherde ist dabei eine gute Möglichkeit, den Betrieb ökologisch und ökonomisch sinnvoll zu bewirtschaften“, erklärt Kohl.
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