Mehrere Feuerwehren im Kirner Land haben gemeinsam die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden trainiert. Einsatzkräfte aus Hennweiler, Hochstetten, Oberhausen und Schneppenbach übten dabei unter realistischen Bedingungen auch die Zusammenarbeit mit land- und forstwirtschaftlichen Betrieben.
Einsatzkräfte trainieren mit Feuerpatsche und Löschrucksack
Die Feuerwehr Hennweiler hatte die Ausbildung vorbereitet und dafür mehrere Stationen auf einem Acker eingerichtet. Dort trainierten die Einsatzkräfte unter anderem den Umgang mit Löschrucksäcken, Feuerpatschen und Waldbrandhacken.
An mehreren echten Feuern konnten die Feuerwehrleute verschiedene Löschtechniken praktisch ausprobieren. Neben der Arbeit mit den Geräten gehörten auch die Einsatztaktik und die Aufteilung eines größeren Einsatzes in verschiedene Abschnitte zur Ausbildung.
Landwirtschaft kann Feuerwehr im Ernstfall unterstützen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben. Traktoren mit Grubbern können bei einem Flächenbrand beispielsweise Schneisen ziehen und dadurch verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.
Landwirte können außerdem größere Mengen Wasser zu festgelegten Übergabepunkten bringen. Bei der Übung stand dafür unter anderem ein Wasserwagen mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Litern zur Verfügung.
Sicherheit spielt bei Vegetationsbränden wichtige Rolle
Wald- und Vegetationsbrände können sich durch Wind, Gelände und trockenes Pflanzenmaterial schnell verändern. Deshalb trainierten die Einsatzkräfte auch feste Rückzugssignale, freie Flucht- und Zufahrtswege sowie die Organisation von Sammel- und Bereitstellungsräumen.
Auf schmalen Wegen kann die Feuerwehr bei Bedarf eine Einbahnstraßenregelung einrichten, damit sich Einsatzfahrzeuge nicht gegenseitig blockieren.
Nach Angaben der Feuerwehr hat sich die Zusammenarbeit mit land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bereits bei früheren Flächenbränden in der Region bewährt.
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