Ein Gebäudebrand in Kirn hat am Abend einen Großeinsatz ausgelöst. Gegen 20.54 Uhr meldeten Anrufer zunächst ein brennendes Nebengebäude in der Dhauner Straße. Doch schon während der Anfahrt verschärfte sich die Lage deutlich. Deshalb erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe auf B3.
Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, stand das größere Nebengebäude bereits vollständig in Flammen. Außerdem hatte das Feuer ein angrenzendes Gebäude und einen weiteren Dachstuhl erreicht. Personen befanden sich jedoch nicht mehr in den betroffenen Häusern.
Feuerwehr schützt drittes Gebäude vor Flammen
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb sofort auf die Brandbekämpfung. Gleichzeitig schützten sie ein drittes Gebäude mit zwei Strahlrohren vor den Flammen. So verhinderten die Feuerwehren eine weitere Ausbreitung.
Insgesamt setzten die Kräfte vier Strahlrohre im Außenangriff ein. Zwei weitere Rohre kamen im Innenangriff zum Einsatz. Außerdem bekämpften Feuerwehrleute den Brand über die Drehleiter.
Mehr als 15 Atemschutztrupps arbeiteten während des Gebäudebrands in Kirn. Deshalb forderte die Einsatzleitung weitere Atemschutzgeräteträger aus Hennweiler, Oberhausen und Monzingen an. Auch die Feuerwehr Bad Kreuznach stellte frische Atemschutzgeräte bereit.
90 Kräfte arbeiten in vier Einsatzabschnitten
Die Einsatzleitung teilte die Brandstelle in vier Bereiche auf. Dadurch konnten rund 90 Einsatzkräfte die umfangreichen Aufgaben koordiniert abarbeiten.
Ein Feuerwehrmann ließ sich vorsorglich vom Rettungsdienst untersuchen. Anschließend konnte er seinen Einsatz jedoch fortsetzen. Der Arbeiter-Samariter-Bund stellte außerdem einen Rettungswagen für die Einsatzkräfte bereit.
Auch das Technische Hilfswerk unterstützte mit einem Baufachberater. Gemeinsam sicherten Feuerwehr und THW anschließend die Brandruinen. Der Energieversorger trennte beide betroffenen Gebäude vom Stromnetz.
Wohnhaus nach Brand nicht mehr bewohnbar
Das zuerst betroffene Wohnhaus ist derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen deshalb bei Angehörigen unter. Das zweite betroffene Gebäude befand sich während des Brandes in Renovierung.
Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Bevölkerungsschutz-App vor Gefahren im Bereich. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Außerdem kontrollierte die Feuerwehr die direkten Nachbarhäuser.
Während der Lösch- und Sicherungsarbeiten blieb die Dhauner Straße vollständig gesperrt. Polizei und Kriminalpolizei nahmen noch während des Einsatzes ihre Ermittlungen auf. Die Brandursache stand bis zum Einsatzende noch nicht fest.
Den Einsatz leitete Andreas Kaiser, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kirner Land. Auch Landrätin Bettina Dickes und Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Jung informierten sich vor Ort über die Lage.