Ein Schwan mit einem Angelhaken im Schnabel hat am Rhein in Mainz einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Passanten hatten das Tier vor der Rheingoldhalle entdeckt, verletzen konnte es sich landseitig nicht erreichen lassen.
- Schwan mit Angelhaken samt Blinker und Schnur im Schnabel am Rheinufer entdeckt
- Feuerwehr Mainz mit 4 Fahrzeugen, einem Mehrzweckboot und 17 Kräften im Einsatz
- DLRG-Rettungsboot mit 4 Kräften unterstützte spontan
- Angelhaken konnte entfernt, Schwan unverletzt freigelassen werden
Entdeckung am Rheinufer
An einem Sonntagnachmittag bemerkten Spaziergänger am Rhein vor der Rheingoldhalle in Mainz einen Schwan mit einer Schnur im Schnabel. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich: Das Tier hatte sich einen Angelhaken samt Blinker verschluckt, ein Stück Angelschnur hing noch heraus. Die Feuerwehr Mainz wurde alarmiert.
Rettung nur vom Wasser aus möglich
Da der Schwan sich immer wieder aus eigener Kraft von dem Haken zu befreien versuchte, entschieden die Einsatzkräfte, einzugreifen. Es bestand die Gefahr, dass sich Schnur oder Köder an einem Ast verfangen und das Tier qualvoll verenden könnte. Landseitig war der Vogel jedoch nicht zu erreichen. Die Feuerwehr forderte deshalb ein Mehrzweckboot sowie den Gerätewagen Wasserrettung mit Tauchern nach – der Einsatz zog sich in der Folge über einen längeren Zeitraum auf dem Rhein hin.
Spontane Hilfe der DLRG
Zufällig fuhr in dieser Zeit ein Rettungsboot der DLRG vorbei. Die Besatzung bot ihre Unterstützung an, die Feuerwehr nahm das Angebot dankend an. Mit zwei Booten gingen die Kräfte anschließend gemeinsam daran, den Schwan einzufangen. Zahlreiche Bürger, die das sonnige Wetter für einen Spaziergang am Rhein nutzten, verfolgten die Aktion vom Ufer aus.
Erfolgreiche Befreiung unter Applaus
Es gelang, den Schwan einzufangen. Mit einem gezielten Handgriff entfernten die Einsatzkräfte den Angelhaken aus dem Schnabel des Tieres. Als der Schwan anschließend wieder ins Wasser gelassen wurde, brandete unter den Zuschauern spontaner Applaus auf. Im Einsatz waren insgesamt vier Fahrzeuge und ein Mehrzweckboot der Feuerwehr Mainz mit 17 Einsatzkräften sowie ein Rettungsboot der DLRG mit vier Kräften.
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