Bad Kreuznach – Stadtteil Planig. Die FDP in Bad Kreuznach unterstützt die geplante Anschaffung von zwei zusätzlichen Unterrichtscontainern für die Grundschule Planig. Im Entwurf des Investitionshaushalts für 2027 sind dafür 260.000 Euro vorgesehen. Das Geld soll neben der Anschaffung auch für die vollständige Möblierung der Räume verwendet werden.
Der Schulträgerausschuss hat die Maßnahme in seiner jüngsten Sitzung bereits positiv bewertet.
Fünf erste Klassen zum Schuljahr 2027/28
Nach den aktuellen Anmeldezahlen werden zum Schuljahr 2027/28 rund 100 Kinder an der Grundschule Planig eingeschult. Dadurch müssen fünf erste Klassen gebildet werden. Gleichzeitig verlassen jedoch nur drei vierte Klassen die Schule. Damit fehlen der Schule ab dem ersten Schultag am 9. August 2027 zwei Klassenräume. Die FDP warnt deshalb davor, dass die geplante Investition in den weiteren Haushaltsberatungen gestrichen werden könnte.
„Diese Investition darf in den Haushaltsberatungen nicht unter die Räder kommen“, erklärt Sarah Kohlmaier, FDP-Mitglied aus Planig im Schulträgerausschuss. Die Zahlen seien bekannt, der Handlungsbedarf eindeutig.
Räume für Förderung und Betreuung fehlen
Die Raumsituation an der Grundschule ist bereits heute angespannt. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Räume, die ursprünglich für Betreuung und Differenzierung vorgesehen waren, in Klassenräume umgewandelt. Dadurch fehlen inzwischen Räume für Förderunterricht, Deutsch als Zweitsprache sowie für den Religions- und Ethikunterricht. Auch die individuelle Unterstützung von Kindern mit besonderen Bedarfen werde dadurch erschwert.
„Es geht hier nicht um einen zusätzlichen Wunsch, sondern um Räume, die aufgrund der konkreten Schülerzahlen zwingend gebraucht werden“, betont Kohlmaier. Unterricht könne nicht auf dem Flur stattfinden. Auch bei einer schwierigen Haushaltslage dürfe nicht bei den Kleinsten gekürzt werden.
Neubau löst akuten Bedarf nicht
Der geplante Grundschulneubau am Bösgrunder Weg könnte die Raumsituation langfristig entspannen. Den akuten Bedarf zum Schuljahr 2027/28 werde er nach Einschätzung der FDP jedoch nicht auffangen. Deshalb müsse es nicht bei der Bereitstellung der Haushaltsmittel bleiben. Planung, Bestellung und Aufstellung der zusätzlichen Räume müssten so rechtzeitig erfolgen, dass die Container zum Schuljahresbeginn vollständig nutzbar sind.
„Die Mittel einzustellen ist vorausschauend und richtig. Nun müssen Politik und Verwaltung gemeinsam dafür sorgen, dass die eingeplante Lösung nicht nur beschlossen, sondern auch pünktlich zum neuen Schuljahr umgesetzt wird“, so Kohlmaier.
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