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Alzey erhält Landespreis für Klimaschutzprojekt

Alzey erhält Landespreis für Klimaschutzprojekt
Quelle: MKUEM

Das Klimaschutzprojekt Alzey gehört zu den Gewinnern des Klima-Wettbewerbs 2025 in Rheinland-Pfalz. Die Stadt überzeugte in der Kategorie „Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien“ mit ihrem innovativen Strombilanzkreismodell. Das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium zeichnete insgesamt zwölf Projekte aus. Dafür stellte das Land ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro bereit.

Solarstrom bleibt künftig in Alzey

Gemeinsam mit der EWR AG und der EWR Netz GmbH entwickelte die Stadt Alzey ein neues System zur Nutzung von Solarstrom. Bisher speisten städtische Photovoltaikanlagen überschüssigen Strom in das allgemeine Netz ein. Nun leitet die Stadt diesen Strom gezielt an andere kommunale Gebäude weiter. Dadurch versorgt die Stadt beispielsweise das Rathaus oder Schulen mit selbst erzeugter Energie. Seit dem 1. Oktober 2025 läuft das Modell offiziell im Betrieb. Die städtischen PV-Anlagen erzeugen laut Stadt jährlich rund 220.000 Kilowattstunden Überschussstrom. Dadurch spart Alzey bis zu 80 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

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Projekt weckt bundesweites Interesse

Das Strombilanzkreismodell gilt inzwischen als mögliches Vorbild für andere Städte und Gemeinden in Deutschland. Klimaschutzmanager Marcel Klotz stellte das Projekt bereits auf mehreren Fachveranstaltungen vor. Dort präsentierte er unter anderem die Potenzialanalyse sowie die Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Dank der offenen Zusammenarbeit mit der EWR AG und dem direkten Draht zum Netzbetreiber EWR Netz GmbH gelang es, das für alle Seiten gewinnbringende Projekt umzusetzen“, erklärte Marcel Klotz.

Auch Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder würdigte die Idee bei der Preisverleihung.

Mit klugen Ideen können wir, allen Herausforderungen zum Trotz, zuversichtlich in die Zukunft blicken“, sagte die Ministerin.

Preisgeld fließt in weitere Entwicklung

Für den Wettbewerb erhält die Stadt Alzey ein Preisgeld von 6.000 Euro. Dieses Geld investiert die Stadt direkt in die Weiterentwicklung des Projekts. Künftig sollen verstärkt Stromspeicher eingebunden werden. Dadurch lässt sich noch mehr selbst erzeugter Solarstrom speichern und flexibel nutzen. Bürgermeister Steffen Jung lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Das Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, was echte Teamarbeit bewirken kann“, betonte Jung.

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Lisa Jäger arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.
Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen.