Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. Seit 1996 ist dieses Datum in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
Holocaust-Gedenkveranstaltung Bad Kreuznach
Die Stadt Bad Kreuznach lud am Dienstag, 27. Januar, zu einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal in der Kirschsteinanlage ein. Beginn der Veranstaltung war um 17 Uhr. Der Leitspruch: „Nie wieder ist jetzt!“
Oberbürgermeister Emanuel Letz hielt die Eröffnungsrede. Darin erinnerte er an die ermordeten Opfer des Nationalsozialismus. Neben Zeitzeugenberichten war seine Ansprache von gelebter Erinnerungskultur und dem Kampf für den Erhalt demokratischer Grundwerte geprägt.

„Gerade in Zeiten, in denen antisemitische und rassistische Tendenzen wieder spürbar zunehmen, ist das aktive Erinnern wichtiger denn je. Der Holocaust mahnt uns, unsere demokratischen Werte zu verteidigen und jeder Form von Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten“, betonte Letz bereits im Vorfeld der Veranstaltung.
Bekenntnis zu Vielfalt, Respekt und einem friedlichen Miteinander
Inhaltlich mitgestaltet wurde die Gedenkfeier von Kantor Alexander Zakharenko sowie von Schülerinnen und Schülern der IGS Sophie Sondhelm.

Die Jugendlichen trugen selbst verfasste Gedichte vor, die nach einem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz entstanden waren. Für diese Beiträge erhalten sie den aktuellen Jugendförderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Bad Kreuznach.


Erinnerung als demokratische Verantwortung
Die Stadt Bad Kreuznach rief dazu auf, gemeinsam innezuhalten und der Opfer des Holocaust zu gedenken. Das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus sei ein zentraler Bestandteil demokratischer Verantwortung.
#WeRemember 2026: Bad Kreuznach beteiligt sich erneut
Auch 2026 beteiligte sich die Stadt Bad Kreuznach an der internationalen Kampagne #WeRemember. Die Initiative des World Jewish Congress in Kooperation mit der UNESCO setzt weltweit Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. Oberbürgermeister Emanuel Letz unterstützte die Kampagne erneut persönlich. Mit der Beteiligung wollte die Stadt ihr Bekenntnis zu Vielfalt, Respekt und einem friedlichen Miteinander unterstreichen.