Die Stadt Bingen hat den Großen Saal ihres Kulturzentrums offiziell in Clemens-Hahn-Saal Bingen umbenannt. Mit einem Festakt vor der jüngsten Stadtratssitzung würdigte die Stadt das jahrzehntelange Engagement ihres Ehrenbürgers für Bildung, Kultur und Kommunalpolitik. An der Feierstunde nahmen Mitglieder des Stadtrates, Vertreter der Volkshochschule, Wegbegleiter sowie Angehörige von Clemens Hahn teil.
Würdigung eines außergewöhnlichen Engagements
Oberbürgermeister Thomas Feser erinnerte in seiner Ansprache an das langjährige Wirken von Clemens Hahn. Dieser stand mehr als drei Jahrzehnte ehrenamtlich an der Spitze der Binger Volkshochschule und entwickelte sie zu einer der erfolgreichsten Einrichtungen ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Außerdem setzte er sich maßgeblich für den Erhalt des ehemaligen Schulgebäudes am Freidhof ein. Dadurch entstand später das heutige Kulturzentrum.
„Ein Ort der Begegnung, des Lernens, der Kunst und der Kultur für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, beschrieb Feser die Bedeutung des Gebäudes.
Prägende Figur für Bingen
Neben seinem Einsatz für die Volkshochschule engagierte sich Hahn über viele Jahre in der Kommunalpolitik. Als CDU-Stadtratsmitglied und Fraktionsvorsitzender prägte er zahlreiche Entwicklungen der Stadt. Darüber hinaus initiierte er den Kulturausschuss und förderte Städtepartnerschaften sowie kulturelle Veranstaltungen. Mit einem Schmunzeln erinnerte Feser daran, dass viele Binger den Saal bereits seit Jahren als „Clemenskapelle“ bezeichneten. Der Stadtrat beschloss die offizielle Umbenennung am 28. April einstimmig.
Dank und Blick in die Zukunft
Clemens Hahn zeigte sich von der Ehrung bewegt und blickte auf die Anfänge der Volkshochschule zurück. Besonders erinnerte er sich an das Einweihungskonzert des Saales, das ihm bis heute in Erinnerung geblieben ist. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, dass der Saal auch künftig ein Ort guter Entscheidungen für die Stadt bleiben möge. Der heutige Leiter der Volkshochschule, René Nohr, betonte die nachhaltige Bedeutung von Hahns Lebenswerk. Die Binger Volkshochschule gehört inzwischen zu den größten Einrichtungen des Landes und belegt in Rheinland-Pfalz den zweiten Platz. Mit der Umbenennung erhält eine prägende Persönlichkeit der Stadt nun ein dauerhaft sichtbares Zeichen der Anerkennung.


