Die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim zählt zu den markantesten Blickpunkten am Binger Rhein. Jetzt erhält das Kloster erneut Unterstützung für dringend nötige Sanierungsarbeiten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert den nächsten Bauabschnitt mit 100.000 Euro. Die symbolische Übergabe des Fördervertrags erfolgt am 19. Mai direkt an der Abtei oberhalb von Eibingen. Dort nimmt Äbtissin Schwester Katharina Drouvé die Förderung entgegen.
Arbeiten an Dach und Fassade geplant
Mit dem Geld finanziert die Abtei Arbeiten an der Nordseite der Basilika. Geplant sind die Neueindeckung der rund 120 Jahre alten Schieferdächer sowie Reparaturen an Fassaden und Fenstern. Außerdem modernisieren Fachfirmen den Blitzschutz der Klosteranlage. Betroffen sind das nördliche Hauptschiff sowie das Seitenschiffdach über dem Kreuzgang. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Benediktinerinnenabtei bereits zum dritten Mal. Bereits 2022 und 2024 half die Stiftung unter anderem bei Fenstersanierungen.
Kloster prägt Panorama am Mittelrhein
Die Abtei liegt weithin sichtbar oberhalb von Rüdesheim inmitten der Weinberge. Auch vom Binger Rheinufer aus prägt das Kloster die Aussicht auf das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die neuromanische Anlage entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei verwendeten die Erbauer regionalen Quarzit und roten Sandstein. Charakteristisch sind außerdem die markanten Doppeltürme und die traditionellen Schieferdächer. Besonders bedeutend sind die Wandmalereien der Abteikirche. Sie stammen von Pater Paulus Krebs und gelten als Hauptwerk der Beuroner Kunstschule.
Eng verbunden mit Hildegard von Bingen
Die Abtei steht außerdem in direkter geistlicher Nachfolge der Klöster von Hildegard von Bingen. Die bekannte Mystikerin und Gelehrte gründete einst die Klöster Rupertsberg und Eibingen. Bis heute zieht die Abtei viele Besucher und Pilger an. Wanderwege wie Rheinsteig und Klostersteig führen direkt zur Anlage oberhalb des Rheins.


