Immer wieder suchen sogenannte „Dachhaie“ bundesweit arglose Hauseigentümer auf. Dabei handelt es sich um unseriöse Handwerker, die mit Haustürgeschäften, vorgetäuschten Schäden und angeblichen Restarbeiten versuchen, Hausbesitzer zu täuschen.
Konkreter Fall in der Verbandsgemeinde
Zu einem solchen Fall kam es auch in einem Ort der Verbandsgemeinde Baumholder. Am Nachmittag klingelten drei Männer bei einem älteren Hauseigentümer und boten an, Dachrinnen und Fallrohre für 280 Euro zu erneuern. Die Männer trugen Arbeitskleidung und waren mit einem entsprechend beschrifteten Transporter vor Ort. Der Mann willigte aufgrund des scheinbar günstigen Angebots ein.
Plötzliche Preisforderung im fünfstelligen Bereich
Während der Arbeiten, die ohne Gerüst und lediglich über Leitern durchgeführt wurden, forderten die Täter plötzlich 7.500 Euro. Sie behaupteten, der ursprünglich genannte Preis gelte pro laufendem Meter. Als der Hauseigentümer sich weigerte zu zahlen, reduzierten sie den Betrag und setzten ihn weiter unter Druck. Sie boten zudem an, auf eine Rechnung zu verzichten und verlangten, dass der Mann zur Bank fahre, um Bargeld abzuheben.
Ein ortsansässiger Dachdeckermeister wurde auf die Situation aufmerksam, da er den Transporter bemerkte. Er sprach die Männer an und verständigte nach Bekanntwerden des geforderten Preises die Polizei. Die Täter flüchteten daraufhin, konnten jedoch später ermittelt werden.
Polizei gibt Verhaltenstipps
Die Kriminalpolizei Idar-Oberstein rät, keine Haustürgeschäfte einzugehen und unangekündigte Handwerker nicht auf das Dach zu lassen. Angebote sollten immer mit lokalen Fachbetrieben verglichen werden. Zudem sollte kein Bargeld übergeben und keine Verträge unter Druck unterschrieben werden. Bei Verdacht auf Betrug sollte umgehend die Polizei informiert werden.
Typisch für solche Betrugsfälle ist das unangekündigte Auftreten, häufig bei älteren Menschen. Die Täter täuschen Schäden vor, zeigen angebliche Beweise und beginnen mit kleinen Lockangeboten, die später in hohe Kosten münden. Sie setzen ihre Opfer unter Druck, arbeiten oft unsachgemäß und verlangen hohe Bargeldzahlungen direkt vor Ort.


