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Idar-Oberstein: Feuerwehr übt Höhenrettung am Mast

Feuerwehr Höhenrettung in Idar-Oberstein am Mast Klotzberg.
Quelle: OIE

Bei einer Übung zur Höhenrettung in Idar-Oberstein hat die Feuerwehr am Klotzberg den Ernstfall in rund 25 Metern Höhe trainiert. 17 speziell ausgebildete Einsatzkräfte aus allen vier Feuerwachen probten Anfang April die Rettung einer verunfallten Person an einem ehemaligen Hochspannungsmast.

Feuerwehrübung am Klotzberg Idar-Oberstein

Ein ausgedienter Hochspannungsmast auf dem Klotzberg ist Anfang April zum Schauplatz einer besonderen Feuerwehrübung geworden. Die Facheinheit Absturzsicherung der Feuerwehr Idar-Oberstein nutzte die rund 25 Meter hohe Konstruktion für ein praxisnahes Training unter realistischen Bedingungen.

Der Mast, dessen Stromleitung schon seit längerer Zeit außer Betrieb ist, war in den vergangenen Jahren noch als Fernmeldemast im Einsatz. Inzwischen wird die Anlage nicht mehr benötigt. Für die Spezialkräfte der Feuerwehr bot das Bauwerk jedoch beste Voraussetzungen, um Abläufe in großer Höhe gezielt zu trainieren.

Technisch gesichert vor dem Start

Bevor die Übung beginnen konnte, musste das Objekt zunächst vorbereitet werden. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz sicherte die vorhandenen Leiterseile fachgerecht ab, indem sie geerdet und kurzgeschlossen wurden. Zudem erhielten die Feuerwehrkräfte vor Ort eine Einweisung, damit sämtliche Arbeiten am Mast unter sicheren Bedingungen stattfinden konnten.

Auch die OIE begleitete die Aktion. Das Unternehmen sieht solche Kooperationen als Teil seiner regionalen Verantwortung. Gerade bei Übungen, die später im Ernstfall Leben retten können, sei eine verlässliche Zusammenarbeit mit den Feuerwehren vor Ort besonders wichtig.

Idar-Oberstein Höhenrettung unter realen Bedingungen

An einem Samstagvormittag trainierten insgesamt 17 speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige aus allen vier Feuerwachen der Stadt am Gittermast. Auf dem Plan stand zunächst der sogenannte vertikale Vorstieg. Dabei klettern die Einsatzkräfte gesichert nach oben und setzen Zwischensicherungen, wie sie auch in realen Lagen erforderlich sind.

Im Anschluss folgte das eigentliche Rettungsszenario: Geübt wurde die Bergung einer verunfallten Person aus großer Höhe. Zum Einsatz kam dabei ein Rollgliss, also ein kombiniertes Auf- und Abseilgerät, das in solchen Situationen für kontrollierte Bewegungen genutzt wird. Die Sicherung erfolgte redundant, also mehrfach abgesichert.

Routine für den Ernstfall

Solche Ausbildungsorte sind für die Facheinheit besonders wertvoll. Sie ermöglichen nicht nur das Training von Sicherungsketten und den Umgang mit verschiedenen Festpunkten, sondern auch die Gewöhnung an das Arbeiten in großer Höhe. Genau diese Routine ist im Einsatzfall entscheidend, wenn unter Zeitdruck präzise Handgriffe sitzen müssen.

Nach Angaben der Beteiligten gehört auch das Trainieren komplexer Abläufe zu den zentralen Zielen solcher Einheiten. Je häufiger die Abläufe unter realistischen Bedingungen geübt werden, desto sicherer funktionieren sie später im Ernstfall.

Wehrleitung begleitet die Übung am Klotzberg

Vor Ort machten sich auch Mitglieder der Wehrleitung ein Bild vom Ausbildungsstand der Einheit. Jörg Riemer und Frank Knapp begleiteten die Übung als Teil der internen Qualitätssicherung.

Das Fazit fiel am Ende eindeutig aus: Sämtliche Ausbildungsziele wurden erreicht. Die Übung zur Höhenrettung in Idar-Oberstein zeigte damit nicht nur den hohen Trainingsstand der Spezialkräfte, sondern auch, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, Energieversorger und Netzbetreiber für sichere Einsätze in der Region ist.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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