Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hellbergschule in Kirn verlegen ab Februar 2026 ihre Schulbank auf den Waldboden. Als eine von 50 ausgewählten Schulklassen in Rheinland-Pfalz nehmen sie am neuen Umweltbildungsprojekt „Walddetektive – Unterricht im Wald“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. teil.
Unterricht im Wald: Grundschule in Kirn wird Walddetektiv-Schule
Wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mitteilt, verlagert sich der Unterricht an fünf Projekttagen vollständig in den Wald. Die Fächer sollen sich spielerisch und alltagsnah im Wald umsetzen lassen. Gemeinsam mit staatlich zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen sollen die Kinder den Wald als lebendigen Lernort erleben. Gleichzeitig sollen Lehrkräfte ermutigt werden, Natur künftig stärker in den Schulalltag einzubinden.
Isabel Mackensen-Geis, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rheinland-Pfalz, erklärt, dass sich beim Lernen im Wald neue Wege des Denkens, Erfahrens und Gestaltens eröffneten. Der Wald werde zum lebendigen Klassenzimmer. Kopf, Herz und Hand sprechen gleichermaßen an und Lehrkräfte werden eingeladen, den Lernort Natur neu zu entdecken.
Lernen unter freiem Himmel
Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald fördere das Lernen im Wald die Konzentration, die soziale Kompetenzen sowie motorische und sprachliche Fähigkeiten.
Über 400 Schulklassen bewarben sich für das Projekt, 50 wurden per Los ausgewählt, verteilt über ganz Rheinland-Pfalz. Bis Sommer 2026 finden rund 250 Waldveranstaltungen mit etwa 1.250 Schülerinnen und Schülern statt. Das Projekt wird zu 80 Prozent vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gefördert und von Landesforsten Rheinland-Pfalz unterstützt.
Klima- und Umweltschutz im Fokus
Ziel sei es, Kinder frühzeitig für den Wald als Lebensraum zu begeistern und somit für Nachhaltigkeit sowie Klima- und Umweltschutz zu sensibilisieren.