Die Jungstörche in Meddersheim stehen im Mittelpunkt einer besonderen Artenschutzaktion. Auf einem Strommast nahe der Kita Rasselbande haben drei Jungvögel ihren Platz im Nest. Gemeinsam mit Storchenexpertin Martina Kohls unterstützten Mitarbeiter von Westnetz jetzt die Kennzeichnung der Tiere.
Mit einem Hubsteiger erreichten die Beteiligten das Nest sicher. Anschließend untersuchten sie die Jungstörche und statteten sie mit Kennzeichnungsringen aus.
Kita-Kinder vergeben die Namen
Auch die Kinder der Kita Rasselbande waren Teil der Aktion. Sie durften den drei Jungstörchen eigene Namen geben. Die Tiere heißen nun Ben, Frieda und Franzi.
Da sich das Nest direkt neben der Kita befindet, verfolgen die Kinder das Aufwachsen der Störche bereits seit Wochen. Deshalb können sie die Entwicklung der Tiere aus nächster Nähe beobachten.
Ben und Frieda tragen künftig GPS-Sender
Zwei der drei Jungstörche erhielten zusätzlich einen GPS-Sender. Ben und Frieda senden künftig Daten zu ihren Flugrouten und Aufenthaltsorten.
Dadurch gewinnen Forscher wichtige Informationen über das Zugverhalten der Weißstörche. Außerdem liefern die Daten Hinweise auf Rastplätze und mögliche Gefahren entlang der Reiserouten. Gleichzeitig können Interessierte die Wege der beiden Tiere später über die App „Animal Tracker“ verfolgen.
Daten helfen dem Naturschutz
Die Kennzeichnungsringe und die GPS-Sender liefern wertvolle Informationen für Forschung und Naturschutz. So können Fachleute nachvollziehen, welche Wege die Tiere zurücklegen und wo sie sich aufhalten.
Dadurch lassen sich Storchenbestände besser beobachten. Außerdem helfen die Erkenntnisse dabei, Schutzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Erste Flugversuche stehen bevor
In den kommenden Wochen werden die Jungstörche voraussichtlich ihre ersten Flugversuche unternehmen. Für die Kinder der Kita bleibt der Storchenhorst deshalb weiterhin ein besonderer Blickfang.
Westnetz engagiert sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren für den Vogel- und Artenschutz. Dazu gehören Nisthilfen auf Strommasten, die Sicherung von Anlagen sowie die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Artenschützern.


