Generationswechsel im Bauern- und Winzerverband
Alexander Friedrich steht für einen personellen Neustart im Bauern- und Winzerverband. (BVW Rhein-Pfalz-Kreis) Bei der Jahreskreisversammlung am 23. Februar 2026 wählten die Mitglieder im Rhein-Pfalz-Kreis den 45-Jährigen aus Hochdorf-Assenheim zum neuen Vorsitzenden. Er folgt auf Johannes Zehfuß, der das Amt seit 2014 innehatte und es satzungsgemäß abgab. Mit der Wahl endet eine zwölfjährige Amtszeit, die von intensiver Interessenvertretung geprägt war. Zehfuß blickte in seiner Rede auf zahlreiche agrarpolitische Herausforderungen zurück, während sich der Verband zugleich strukturell weiterentwickelte.
Bilanz und Dank an Johannes Zehfuß
Johannes Zehfuß, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, engagierte sich im BWV Rhein-Pfalz Kreisverband besonders für die regionalen Betriebe. Dabei setzte er sich nach eigenen Angaben vor allem für die Belange der auf Gemüse- und Kartoffelanbau spezialisierten Höfe ein. Mit Blick auf das neue Vorstandsteam sprach Zehfuß von einem bewussten Generationenwechsel, denn neben Friedrich gehören auch Vanessa Mack aus Schifferstadt, Daniel Röß aus Frankenthal und Melanie Schmitt aus Bobenheim-Roxheim als Stellvertretende zum Vorstand. Das Team ist insgesamt jünger aufgestellt und soll den Verband in den kommenden Jahren prägen. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. vertritt die Interessen landwirtschaftlicher Betriebe in der Region und bündelt deren Anliegen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Alexander Friedrich setzt auf Zusammenhalt
In seiner Antrittsrede betonte Friedrich die Bedeutung eines geschlossenen Auftretens. „Eine geschlossene und sachliche Interessenvertretung sei entscheidend, um politisches Gewicht zu entfalten.“
Zugleich unterstrich er die Rolle der Mitglieder für die Verbandsarbeit. „Der Verband lebe vom Engagement seiner Mitglieder und vom gemeinsamen Auftreten nach außen.“ Ziel bleibe es, die bäuerlichen Interessen klar, praxisnah und konstruktiv zu vertreten. Alexander Friedrich studierte in Bingen und schloss als Diplom-Agrarwirt ab, bevor er in den elterlichen Betrieb einstieg. 2021 übernahm er den Hof vollständig, während er zugleich seine verbandliche Arbeit ausbaute. Heute spezialisiert er sich auf den Anbau von Frühkartoffeln sowie auf die Erzeugung erneuerbarer Energien aus nachwachsenden Rohstoffen. Bereits seit 2017 engagiert sich Friedrich als Ortsvorsitzender in seinem Heimatort, außerdem war er seit 2018 stellvertretender Kreisvorsitzender. Mit seiner Wahl an die Spitze des Kreisverbands übernimmt nun eine Führungskraft, die sowohl landwirtschaftliche Praxis als auch verbandspolitische Erfahrung einbringt.