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Generalsanierung des Gebäudes der Neubornschule abgeschlossen

Generalsanierung des Gebäudes der Neubornschule abgeschlossen
Quelle: VG Wörrstadt

Nach rund vier Jahren Bauzeit ist die Generalsanierung des sogenannten 52er-Gebäudes der Neubornschule in Wörrstadt abgeschlossen. Die modernisierten Räumlichkeiten wurden nun im Rahmen eines Nachhaltigkeitstags feierlich der Schule übergeben.

Generalsanierung des Gebäudes der Neubornschule abgeschlossen

Die umfangreiche Baumaßnahme gliederte sich in drei Bauabschnitte. Dazu gehörten die energetische Sanierung von Fassade und Dach, die Ertüchtigung des Brandschutzes und der Barrierefreiheit sowie die Sanierung des Kellergeschosses mit neuen Umkleiden, Duschen und WC-Anlagen. Zusätzlich wurde der gesamte Innenausbau im Erd- und Obergeschoss erneuert.

Modernisierung für eine zukunftsfähige Lernumgebung

Mit der umfassenden Sanierung sei ein wichtiger Schritt für eine moderne und zukunftsfähige Lernumgebung geschaffen worden, erklärte Bürgermeister Markus Conrad. „Die energetische Erneuerung von Fassade und Dach verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern sorgt auch langfristig für geringere Betriebskosten. Gleichzeitig wurden Brandschutz und Barrierefreiheit auf den neuesten Stand gebracht. Auch wenn sich die Bauarbeiten länger hingezogen haben als ursprünglich geplant, freuen wir uns sehr, dass wir das Gebäude im vergangenen Sommer an die Schule übergeben konnten und nun optimale Bedingungen für den Schulalltag geschaffen sind“, so Bürgermeister Conrad.

Die Vorplanungen für das Projekt begannen bereits im Jahr 2019. Die Baugenehmigung wurde am 5. November 2020 erteilt. Die Bauarbeiten starteten im Juli 2021 mit der Erneuerung des Daches einschließlich der Gauben sowie dem Einbau einer Dämmung auf der obersten Geschossdecke.

Umfangreiche Bauarbeiten im gesamten Gebäude

Im weiteren Verlauf wurden die Elektro- und Trinkwasserinstallationen sowie die Wärmeverteilung der Heizung erneuert. Außerdem wurden dezentrale Lüftungsgeräte eingebaut und sämtliche Fenster ausgetauscht.

Anschließend folgten umfangreiche Arbeiten im Innenbereich. Die Räume wurden ertüchtigt, Kellerräume saniert und zwei außenliegende Fluchttreppen als zweiter Rettungsweg errichtet. Zudem erhielt das Gebäude eine neue Wärmedämmung an der gesamten Fassade sowie an den Kelleraußenwänden, die anschließend neu verputzt und gestrichen wurden.

Sanierung des Kellergeschosses mit baulichen Anpassungen

Für die neuen Umkleide-, WC- und Duschräume im Kellergeschoss musste der bestehende Fußboden abgesenkt werden, da die notwendige Raumhöhe für einen fachgerechten Bodenaufbau mit Abdichtung und Wärmedämmung fehlte. Das Niveau des neuen Bodenaufbaus wurde deshalb um zwei Steigungen gegenüber den übrigen Kellerräumen abgesenkt.

Im Zuge der Arbeiten wurden nicht tragende Innenwände, Wandverkleidungen und Bodenbeläge entfernt und entsorgt, um Platz für die neuen Sanitär- und Umkleideräume zu schaffen.

Barrierefreie Zuwegung und Anpassungen im Außenbereich

Außerhalb des Gebäudes wurde eine barrierefreie Zuwegung geschaffen. Eine Rampe verbindet nun den Schulhof mit dem höher gelegenen Erdgeschossniveau des Gebäudes. Gleichzeitig wurde die bestehende Außentreppe angepasst, indem die Anzahl der Stufen reduziert und deren Breite vergrößert wurde.

Unvorhergesehene Arbeiten während der Bauphase

Während der Bauarbeiten kam es zu zusätzlichen Herausforderungen. Bei der Tieferlegung des Bodens im Kellergeschoss wurde eine nicht geplante Unterfangung tragender Wände notwendig. Beim Bau der Fundamente für die Fluchttreppen mussten außerdem Hindernisse wie ein vorhandener Heizöltank, Rohrleitungen und Kabel beseitigt oder verlegt werden.

Darüber hinaus wurden im Außenbereich Abwasserleitungen erneuert sowie die Kelleraußenwände neu abgedichtet und gedämmt.

Verzögerungen durch Pandemie, Lieferprobleme und Insolvenz

Ursprünglich sollte das Gebäude bereits zum Schuljahr 2022/23 übergeben werden. Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch bis zum Schuljahr 2024/25. Grund dafür waren unter anderem Umplanungen während der Coronavirus-Pandemie, da teilweise benötigte Materialien nicht verfügbar waren.

Auch Lieferengpässe und Mitarbeiterausfälle im Zuge der Pandemie und des Ukrainekrieges führten zu Verzögerungen beim Innenausbau. Zusätzlich kam es zu einem Insolvenzverfahren eines beauftragten Unternehmens für Fassadendämmung, Innenputz, Malerarbeiten und Trockenbau. Die betroffenen Leistungen mussten neu ausgeschrieben und vergeben werden. Auch die Innentüren im Kellergeschoss mussten nach einer teilweisen Auftragskündigung erneut vergeben werden.

Weitere Verzögerungen entstanden durch umfangreiche Umgestaltungs- und Erneuerungsarbeiten im angrenzenden Schulhof, die ursprünglich nicht Teil der Baumaßnahme waren, aber im Zuge der verbesserten Nutzungsmöglichkeiten umgesetzt wurden.

Gestiegene Kosten während der Bauzeit

Aufgrund der zusätzlichen Arbeiten sowie der Preissteigerungen während der Bauphase stiegen die Gesamtkosten der Sanierung auf rund 3,3 Millionen Euro. Vor Baubeginn waren die Kosten noch auf etwa 2,25 Millionen Euro geschätzt worden.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.

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