Start » Nachrichten » Rheinland-Pfalz » Rheinland-Pfalz: Fast alle Badeseen mit Bestnote
Veröffentlicht in

Rheinland-Pfalz: Fast alle Badeseen mit Bestnote

Pünktlich zur Badesaison erhalten die meisten Badeseen in Rheinland-Pfalz Bestnoten
Quelle: Ministerium für Umwelt RLP

Die Wasserqualität der Badeseen in Rheinland-Pfalz bleibt auf hohem Niveau. Zum Start der Badesaison wurden die meisten Gewässer erneut mit der Bestnote ausgezeichnet, wie das Umweltministerium mitteilte.

Was bisher bekannt ist:

  • 59 von 68 EU-Badeseen wurden mit „ausgezeichnet“ bewertet
  • Fünf Gewässer erhielten die Bewertung „gut“
  • Drei Seen werden aktuell wegen erhöhter Blaualgenwerte überwacht

Wer in diesem Sommer an einem Badesee in Rheinland-Pfalz Abkühlung sucht, kann dies in den meisten Fällen bedenkenlos tun. Die aktuelle Bewertung der EU-Badegewässer zeigt, dass die Wasserqualität weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt.

Nach Angaben des Umweltministeriums wurden 59 der insgesamt 68 EU-Badeseen im Land mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet. Weitere fünf Gewässer erhielten die Einstufung „gut“. Lediglich der Steinhäuserwühlsee wurde als „ausreichend“ eingestuft. Eine Bewertung „mangelhaft“ gab es in Rheinland-Pfalz nicht.

Rheinland-Pfalz Badeseen überzeugen erneut

Die Einstufung basiert auf den Untersuchungsergebnissen der vergangenen vier Jahre. Neu in die Liste der offiziellen EU-Badegewässer aufgenommen wurden in diesem Jahr der Pfarrwiesensee und der Wammsee in der Pfalz.

Umweltministerin Christine Schneider sieht das Land damit weiterhin gut aufgestellt. Die ausgezeichneten Bewertungen zeigten, dass die Badegewässer regelmäßig überwacht und kontrolliert werden.

Aktuelle Warnungen wegen Blaualgen

Neben der allgemeinen Wasserqualität beobachten die Behörden auch mögliche Gesundheitsrisiken durch Blaualgen. Das Landesamt für Umwelt kontrolliert die Gewässer während der gesamten Saison und veröffentlicht die Ergebnisse im Online-Badegewässeratlas.

Aktuell stehen drei Badeseen unter besonderer Beobachtung. Betroffen sind der Stadtweiher Baumholder, der Bärenlochweiher sowie der Badeweiher Neuhofen. Dort wurden die Grenzwerte der ersten Warnstufe überschritten. Die Seen bleiben geöffnet, werden jedoch engmaschig überwacht.

Blaualgen können bei starker Vermehrung gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen oder Magen-Darm-Probleme verursachen. Typische Anzeichen sind grünliche Verfärbungen des Wassers, Schlieren an der Oberfläche und eine deutlich verringerte Sichttiefe.

Badegewässeratlas informiert tagesaktuell

Wer sich vor dem Ausflug informieren möchte, kann auf den rheinland-pfälzischen Badegewässeratlas zurückgreifen. Dort veröffentlicht das Landesamt für Umwelt aktuelle Messwerte, Warnhinweise und Informationen zur Wasserqualität aller offiziellen Badeseen.

Die Situation an einem Gewässer kann sich insbesondere bei Blaualgen innerhalb weniger Tage verändern. Deshalb empfehlen die Behörden, aktuelle Hinweise vor Ort sowie die Informationen im Badegewässeratlas zu beachten.

Baden nur an ausgewiesenen Stellen

Die Landesregierung weist außerdem darauf hin, dass ausschließlich ausgewiesene Badestellen genutzt werden sollten. Gleichzeitig appellieren die Behörden an Besucher, die Natur zu schützen und keine Abfälle zurückzulassen.

Vom Baden in Flüssen und größeren Bächen rät das Land weiterhin grundsätzlich ab. Wegen möglicher Keimbelastungen, Strömungen und Gefahren durch den Schiffsverkehr gelten diese Gewässer in Rheinland-Pfalz nicht als offizielle Badegewässer.

Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Anzeige

Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.