Nach langer Schließung ist die sanierte Rundsporthalle nun auch offiziell eingeweiht. Schulen und Vereine nutzen die Sportstätte bereits seit April wieder. Der Landkreis hat das Gebäude umfassend modernisiert und für Sport, Veranstaltungen und Begegnungen erhalten.
Wieder offen seit April
Bei der Einweihung dankte Landrat Heiko Sippel den Schulen und Sportvereinen für ihre Geduld. Während der Schließzeit mussten sie Trainings- und Unterrichtszeiten neu organisieren und auf andere Hallen ausweichen. Auch Planer, Architekten und beteiligte Baufirmen würdigte der Landrat. Die Rundsporthalle war im Mai 2022 wegen eines erheblichen Wasserschadens und des umfassenden Sanierungsbedarfs geschlossen worden. Der Landkreis entschied sich dafür, das markante Gebäude aus den frühen 1970er-Jahren zu erhalten und grundlegend zu erneuern, statt einen Neubau zu errichten. Ziel war nicht nur eine Halle für den Schul- und Trainingsbetrieb, sondern auch ein Ort für größere Sportveranstaltungen mit Publikum.
Barrierefreie Galerie und neue Technik
Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem Brandschutz, Sanitäranlagen, Umkleiden und Gebäudetechnik erneuert. Eine verbesserte Dämmung und eine Deckenstrahlheizung mit Lüftungsanlage sollen zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Auch Akustik und Schallschutz wurden verbessert. Die Galerie ist nun über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. Eine neue Glasbrüstung, WLAN sowie moderne Sprach-, Sound- und Lichttechnik ergänzen die Ausstattung. Das Elisabeth-Langgässer-Gymnasium hat auf der Galerie einen Kraftraum eingerichtet. Während der Bauphase gab es laut Kreisverwaltung auch Schwierigkeiten: Drei beteiligte Unternehmen gingen demnach insolvent. Die Sanierung wurde dennoch abgeschlossen.
9,1 Millionen Euro Baukosten
Die Kreisverwaltung beziffert die Gesamtkosten auf rund 9,1 Millionen Euro. Davon entfielen nach ihren Angaben rund 2,4 Millionen Euro auf Fördermittel von Bund und Land. Der Landkreis selbst habe rund 6,7 Millionen Euro investiert. Die Halle wird intensiv genutzt: Schulen belegen sie nach Angaben der Kreisverwaltung jährlich rund 1.700 Stunden, für den Trainingsbetrieb der Sportvereine kommen etwa 1.150 Stunden hinzu. Spiel- und Veranstaltungsbetrieb sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten.
Originalquelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms, „Alzeyer Rundsporthalle ist fit für die Zukunft“, 02.11.2026: Originalmeldung
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