Die Extremschwimmerin Nathalie Pohl hat sich einer weiteren außergewöhnlichen Herausforderung gestellt. Die 31-Jährige absolvierte mit ihrer Aktion „RIVERS: Frankfurt to Cologne“ eine rund 200 Kilometer lange Strecke auf Main und Rhein. Innerhalb von vier Tagen führte die Tour von Frankfurt bis nach Köln.
Nathalie Pohl schwimmt von Frankfurt nach Köln
Der Start erfolgte am Dienstagmorgen um 6 Uhr am Holbeinsteg beim Ruderclub Germania in Frankfurt. Das Ziel der viertägigen Schwimmaktion ist das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln.
Vier Etappen über Main und Rhein
Die erste Etappe führte Nathalie Pohl von Frankfurt bis zur Schleuse Kostheim. Anschließend setzte sie ihre Tour über Mainz, Bingen und Lahnstein fort. In Bingen war gegen Mittag ein Zwischenstopp am Rhein-Nahe-Eck vorgesehen.
Am dritten Tag schwamm sie vom Deutschen Eck in Koblenz bis nach Bad Honnef. Die abschließende Etappe führte von dort weiter bis nach Köln.
Hitze, Strömung und Schiffsverkehr als größte Herausforderungen
Bereits zwei Tage nach dem Start berichtete die Extremsportlerin, dass vor allem die anhaltende Hitze, die Strömung des Rheins, die Wasserqualität sowie der Schiffsverkehr die größten Herausforderungen der Tour seien. Trotz des niedrigen Wasserstands sei die Strecke bislang ohne Verletzungen zu bewältigen gewesen. Unterstützt wurde sie auf Teilen der Strecke von Begleitschwimmern und einem Betreuungsteam.
Nathalie Pohl zählt zu den erfolgreichsten Freiwasserschwimmerinnen Deutschlands. Sie stellte mehrere Weltrekorde auf, umrundete als erste Schwimmerin Ibiza und Capri und war die erste deutsche Frau, die die sieben Meerengen der Ocean’s Seven erfolgreich durchquerte.
Aktion wirbt für mehr Schwimmunterricht
Mit ihrer Schwimm-Challenge möchte Nathalie Pohl auf die Bedeutung des sicheren Schwimmenlernens aufmerksam machen. Gemeinsam mit DVAG hilft e.V. sammelt sie Spenden für Schwimmprojekte und wirbt dafür, mehr Kindern den Zugang zu Schwimmkursen zu ermöglichen.
Im Interview betonte sie, dass jedes Kind sicher schwimmen lernen sollte, da fehlende Schwimmkenntnisse lebensgefährliche Folgen haben könnten. Ziel ihrer Aktion sei es, dauerhaft auf dieses Thema aufmerksam zu machen und möglichst viele Spenden für entsprechende Projekte zu sammeln.
Nach drei Tagen zeigte sich die Extremschwimmerin trotz der körperlichen Belastung zufrieden. Zwar machten sich die Anstrengungen in Armen und Muskulatur bemerkbar, die Motivation sei jedoch weiterhin groß. Nach eigenen Angaben lag der Spendenstand zu diesem Zeitpunkt bereits bei rund 85.000 Euro.
Gleichzeitig machte Nathalie Pohl deutlich, dass ihre Aktion kein Aufruf sei, selbst im Rhein zu schwimmen. Als professionelle Extremschwimmerin verfüge sie über langjährige Erfahrung und wolle vielmehr auf die Gefahren sowie die Bedeutung einer guten Schwimmausbildung aufmerksam machen.
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