Zum 1. November übernimmt Elke Gundel die Leitung des Bereichs Behindertenhilfe bei der Stiftung kreuznacher diakonie. Außerdem verstärkt sie die Geschäftsführung der Werkstätten kreuznacher diakonie gGmbH.
Die Stiftung kreuznacher diakonie stellt ihre Behindertenhilfe neu auf. Zum 1. November 2026 übernimmt Elke Gundel die Leitung des Bereichs Behindertenhilfe. Gleichzeitig verstärkt die 59-jährige Volkswirtin die Geschäftsführung der Werkstätten kreuznacher diakonie gGmbH. Gundel bringt nach Angaben der Stiftung langjährige Erfahrung in Leitungspositionen der Eingliederungshilfe mit. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Liebenau Teilhabe gGmbH in Baden-Württemberg.
Erfahrung in Eingliederungshilfe und Sozialrecht
Die studierte Volkswirtin will wirtschaftliche Fragen mit sozialpolitischen Themen für Menschen mit Behinderungen verbinden. Nach Angaben der Stiftung hat Gundel zudem eng an politischen Themen gearbeitet und sich intensiv mit Sozialrecht beschäftigt. Außerdem bringt sie Erfahrung im Arbeitsrecht mit. Vorstand Prof. Dr. Holger Böckel erklärte, die Stiftung gewinne mit Gundel eine erfahrene Führungskraft. Ziel sei es, die Behindertenhilfe weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für Teilhabe und Selbstbestimmung zu schaffen.
Fokus auf Teilhabe und Gleichheit
Gundel betont nach Angaben der Stiftung den Grundsatz, dass jeder Mensch gleich sei. Auch nach ihrem Wechsel von Baden-Württemberg an die Nahe wolle sie daran festhalten. Ihr Ziel sei es, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gesellschaftlich, politisch und finanziell weiter zu verankern. Dabei wolle sie zuhören, Transparenz schaffen und für die Menschen nahbar sein.
Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz
Gundel sieht die Arbeit in der Behindertenhilfe zugleich vor großen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Mit Blick auf das Bundesteilhabegesetz seien nach ihrer Einschätzung Geduld, Ausdauer und Standfestigkeit nötig. Veränderungen könnten nur gemeinsam, mit Menschlichkeit und Zusammenhalt gelingen. Auch Vorstand Böckel betonte, dass Veränderung dann gelinge, wenn die Erfahrungen der Mitarbeitenden einbezogen und neue Impulse aufgenommen würden.
Stiftung beschäftigt rund 7.600 Mitarbeitende
Die Stiftung kreuznacher diakonie ist unter anderem Träger von Krankenhäusern, Hospizen, Seniorenhilfen, Wohnungslosenhilfen sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfen. Darüber hinaus betreibt sie Sozialstationen, Wohnungen und Werkstätten für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen. Nach Angaben der Stiftung beschäftigt die kreuznacher diakonie rund 7.600 Mitarbeitende.
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