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25 Jahre Partnerschaft zwischen Mainz-Bingen und Nysa

Gemeinsam mit den Ehrengästen Generalkosul Marek Głuszko (3.v.l.) und Hendrik Hering, Präsident des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz (4.v.l.) freuen sich Landrat Thomas Barth und die stellvertretende Landrätin Jolanta Barska (Mitte).
Gemeinsam mit den Ehrengästen Generalkosul Marek Głuszko (3.v.l.) und Hendrik Hering, Präsident des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz (4.v.l.) freuen sich Landrat Thomas Barth und die stellvertretende Landrätin Jolanta Barska (Mitte). Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen/Bardo Faust

Der Landkreis Mainz-Bingen und der polnische Landkreis Nysa feiern das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Bei einem Festakt betonte Landrat Thomas Barth die Bedeutung der Verbindung für Europa und warb dafür, vor allem junge Menschen stärker einzubeziehen.

„Städte- und Kreispartnerschaften sind ein Stück europäische Friedensarbeit“, sagte Barth. Er wünsche sich, dass die bestehenden Kontakte weiter vertieft und neue Menschen für die Partnerschaft gewonnen werden. Darunter Schulen, Vereine, Jugendgruppen, Unternehmen und Institutionen. In den vergangenen 25 Jahren sind die beiden Landkreise enger zusammengewachsen. Seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch die damaligen Landräte Zbigniew Majka und Claus Schick gab es mehr als 100 Begegnungen.

Hilfe nach Überschwemmungen

Die Partnerschaft zeigte sich auch in konkreter Unterstützung. Nach den schweren Überschwemmungen im Landkreis Nysa stellte Mainz-Bingen im Jahr 2024 insgesamt 50.000 Euro Soforthilfe bereit. Das Geld war für den Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten vorgesehen. Barth verlieh dem Landkreis Nysa zum Jubiläum die Karlsbrunnen-Ehrenmedaille des Landkreises. Gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin aus Nysa, Jolanta Barska, blickte er auf die zahlreichen Begegnungen zurück.

Jugendaustausch im Mittelpunkt

Eine wichtige Rolle spielen Jugendaustausche, unter anderem gemeinsam mit den italienischen Partnern aus Verona. Hinzu kommen Studierendenaustausche, Praktika und Sommersprachkurse. Der polnische Generalkonsul Marek Głuszko unterstrich in seiner Festrede, dass gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis die ursprüngliche Idee solcher Partnerschaften seien. Heute seien sie ein unverzichtbares Instrument der Zusammenarbeit und Völkerverständigung in Europa.

Auch Hendrik Hering, Präsident des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz, warb für neue und nachhaltige Projekte mit generationenübergreifenden Angeboten. In Mainz-Bingen gibt es bereits Kooperationen zwischen der Technischen Hochschule Bingen und der Fachhochschule in Nysa. Außerdem bietet die Kreisverwaltung in Ingelheim Fachpraktika für Studierende der Hochschule Nysa an.

Zusammenarbeit soll wachsen

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die politischen Spannungen in Europa betonte Landrat Barth, dass gerade jetzt ein Europa gebraucht werde, das von seinen Bürgerinnen und Bürgern getragen wird. Die Partnerschaft mit Nysa soll deshalb weiter ausgebaut werden. Geplant ist eine intensivere Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Feuerwehr. Außerdem sollen die Landfrauen beider Regionen stärker miteinander vernetzt werden. Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit ist eine Partnerschaftsbank vor dem Dienstgebäude II in Ingelheim. Sie ergänzt die Partnerschaftsbank, die im Juni in Nysa eingeweiht wurde.

Barth richtete dabei einen besonderen Appell an die junge Generation. Junge Menschen sollten Europa nicht nur aus Geschichtsbüchern kennen, sondern es selbst erleben – durch Reisen, Sprachen und Freundschaften über Grenzen hinweg.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der jungen Geigerin Martha Tykha von der Musikschule Ingelheim und Jeong-Hwa Fischer am Klavier. Durch die Veranstaltung führte Karin Kerkewitz vom Partnerschaftskomitee Nieder-Olm und Gucholazy.

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