So viele junge Besucher gab es noch nie: Rund 1.200 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr an der Kinder-Uni am Umwelt-Campus Birkenfeld teilgenommen. Damit stellt die Hochschule einen neuen Teilnehmerrekord auf. Noch vor zwei Jahren waren es rund 850 Kinder.
Am 16. und 17. September verwandelte sich der Campus für Fünft- und Sechstklässler aus der Region in eine große Experimentier- und Forschungsstätte. Dabei ging es längst nicht nur um klassische Naturwissenschaften. Auch Künstliche Intelligenz, Social Media und Plastikverschmutzung standen auf dem Programm.
Von 850 auf rund 1.200 Teilnehmer
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, wie stark die Kinder-Uni zuletzt gewachsen ist. 2023 kamen fast 1.000 Schülerinnen und Schüler nach Birkenfeld. 2024 waren es rund 850, im vergangenen Jahr wieder knapp 1.000.
Mit rund 1.200 Teilnehmern erreicht die Veranstaltung 2026 nun ihren bisherigen Höchststand. Gegenüber 2024 bedeutet das einen Zuwachs von rund 350 Kindern oder gut 40 Prozent.
KI und Social Media gehören inzwischen dazu
Auch die Themen haben sich weiterentwickelt. Neben chemischen Experimenten beschäftigten sich die Kinder in diesem Jahr unter anderem mit Künstlicher Intelligenz und Social Media. Weitere Angebote drehten sich um Plastikverschmutzung und Kreislaufwirtschaft.
Die Kinder sollen dabei Wissenschaft nicht nur erklärt bekommen, sondern selbst ausprobieren und Zusammenhänge entdecken. Der Umwelt-Campus setzt damit bewusst früh an, um Interesse an Naturwissenschaften, Technik und Nachhaltigkeit zu wecken.
Als Fünftklässler bei der Kinder-Uni – heute Student am Campus
Wie nachhaltig ein solcher Besuch wirken kann, zeigt die Geschichte von Tim Kolin. Er saß einst selbst als Fünftklässler bei der Kinder-Uni. Heute studiert er Maschinenbau am Umwelt-Campus Birkenfeld.
Inzwischen steht Kolin bei der Veranstaltung auf der anderen Seite: Als studentische Hilfskraft unterstützt er die Kinder-Uni. Aus einem jungen Besucher ist damit Jahre später ein Student des Campus geworden.
Die Anfänge reichen mehr als 20 Jahre zurück
Die Nachwuchsarbeit hat am Umwelt-Campus eine lange Geschichte. Die Anfänge der Kinder-Uni reichen bis ins Wintersemester 2003/2004 zurück. Damals besuchte zunächst eine Kindergartengruppe den Campus. Daraus entwickelte sich mit der Zeit ein deutlich größeres Angebot für junge Menschen.
Heute ist die Kinder-Uni Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit mit Schulen. Dazu gehören auch MINT-Angebote, Ferienkurse sowie Veranstaltungen zur Studien- und Berufsorientierung.
Der Rekord von 1.200 Teilnehmern zeigt, welche Dimension die Kinder-Uni inzwischen erreicht hat. Und die Geschichte von Tim Kolin zeigt zumindest an einem konkreten Beispiel, dass aus einem ersten Kontakt mit Wissenschaft Jahre später tatsächlich ein Studium am Umwelt-Campus werden kann.
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