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BioNTech macht im 3.Quartal Gewinn – Was ändert sich für Idar-Oberstein?

Biontech Gebäude Mainz
Bild: Biontech Gebäude in Mainz

BioNTech hat im dritten Quartal 2026 einen Gewinn von 184,5 Millionen Euro erzielt. Am geplanten Aus für den Standort Idar-Oberstein ändert das nach dem zuletzt veröffentlichten Zeitplan nichts: Der Betrieb soll Ende 2028 schließen. Im Mai arbeiteten dort nach Angaben der Stadt rund 440 Menschen.

Der Mainzer Konzern hatte seit dem Frühjahr einen Käufer für den Standort gesucht. Ende September teilte BioNTech mit, dass die Suche erfolglos geblieben sei. Auch die Standorte Marburg und Tübingen sollen geschlossen werden.

Aus in Idar-Oberstein ein Jahr später geplant

Als BioNTech den Rückzug aus Idar-Oberstein im Mai ankündigte, war zunächst von einer Schließung bis Ende 2027 die Rede. Nach dem im September veröffentlichten Zeitplan soll der Betrieb nun bis Ende 2028 auslaufen. In Idar-Oberstein werden nach Angaben der Stadt unter anderem Wirkstoffe für frühe klinische Entwicklungsphasen hergestellt. Dazu gehören mRNA-Produkte sowie Zell- und Gentherapeutika. Der Standort übernimmt außerdem Aufgaben bei der Analyse und Qualitätskontrolle des Corona-Impfstoffs von Pfizer und BioNTech.

Oberbürgermeister Frank Frühauf hatte bereits im Mai vor einer Schwächung des Wirtschaftsstandorts und der Region gewarnt. Die Stadt hoffte damals auf einen Käufer, der die Labore und Arbeitsplätze übernimmt.

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Betriebsrat kritisiert Verkaufsprozess

Der Vorsitzende des örtlichen Betriebsrats, Jacob Kaufmann, kritisierte Ende September, die Arbeitnehmervertretung sei nicht in den Verkaufsprozess eingebunden und nicht darüber informiert worden. Seine Kritik richtete er an die Konzernleitung, nicht an die Geschäftsführung in Idar-Oberstein. BioNTech erklärte, mit dem Konzernbetriebsrat sozialverträgliche Lösungen und ergänzende Abfindungskonditionen vereinbart zu haben. Die Stadt hatte im Mai berichtet, das Unternehmen wolle betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden.

Quartalsgewinn deckt Jahresverlust nicht

Der Gewinn im dritten Quartal steht einem deutlichen Verlust für das bisherige Jahr gegenüber. Von Januar bis September 2026 betrug das Minus 1,168 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 831,1 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz sank von 1,519 Milliarden Euro im dritten Quartal 2025 auf 1,289 Milliarden Euro. BioNTech führt den Rückgang vor allem auf die geringere Nachfrage nach Corona-Impfstoffen zurück. Zum 30. September 2026 verfügte der Konzern über rund 16,2 Milliarden Euro an Zahlungsmitteln und liquiden Wertpapieranlagen.

BioNTech begründet den Umbau seines Produktionsnetzes mit erwarteten Überkapazitäten und verändertem Bedarf. Nach dem zuletzt veröffentlichten Zeitplan soll der Betrieb in Idar-Oberstein Ende 2028 auslaufen.

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