Die Berufsbildende Schule Ingelheim beteiligt sich an einem landesweiten Pilotprojekt zur Ausbildung sozialpädagogischer Assistenzen. Seit August 2026 bieten insgesamt elf Schulen in Rheinland-Pfalz diesen neuen Bildungsgang an. In Ingelheim haben 28 Schüler den ersten Jahrgang begonnen.
BBS Ingelheim startet neuen Ausbildungsgang
Die Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet den Unterricht an der BBS mit praktischen Phasen in einem Betrieb beziehungsweise einer geeigneten Einrichtung. Ziel ist ein Abschluss als sozialpädagogische Assistenz. Damit sollen zusätzliche Fachkräfte für den Einsatz in Kindertagesstätten, der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe gewonnen werden.
Ausbildung für Schulabgänger und Quereinsteiger
Der neue Bildungsgang richtet sich an unterschiedliche Bewerbergruppen. Angesprochen sind Schulabgänger mit Berufsreife ebenso wie Menschen, die bereits berufliche Erfahrungen im sozialpädagogischen Bereich gesammelt oder einen entsprechenden Freiwilligendienst absolviert haben. Auch Quereinsteiger können sich auf diesem Weg für eine Tätigkeit im Sozialwesen qualifizieren.
Wie vielfältig der erste Jahrgang ist, zeigt die Altersspanne der Teilnehmer: Die Schüler sind zwischen 17 und 56 Jahre alt.
Neue sozialpädagogische Assistenten
Dr. Kathrin Bürger, zuständige Bereichsleiterin an der BBS Ingelheim, betont die enge Verbindung zwischen schulischem Unterricht und praktischer Ausbildung. Sie erklärte: „Die Praxis ergänzt die schulische Ausbildung nicht nur – sie ist selbst Ausbildungsort. Damit entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit, die von beiden Seiten einen kontinuierlichen Austausch und gemeinsame Verantwortung verlangt“.
Die im Unterricht vermittelten Inhalte werden unmittelbar in der Praxis angewendet. Gleichzeitig fließen die dort gesammelten Erfahrungen und offenen Fragen wieder in den Unterricht ein.
Auftaktveranstaltung im Kreistagssaal
Bei einer Auftaktveranstaltung im Kreistagssaal wurde der neue Ausbildungsgang vorgestellt. Vertreter des Landkreises, interessierter Einrichtungen, beteiligter Träger und Ausbildungsstätten kamen mit Lehrkräften und Schülern zusammen. Sie tauschten erste Erfahrungen aus, lernten das Ausbildungskonzept näher kennen und sprachen über die weitere Entwicklung des Bildungsgangs.
Landrat Thomas Barth begrüßte den praxisintegrierten Ausbildungsweg. Er sagte: „Diese Ausbildung gestaltet unsere Zukunft, und ich hoffe, dass noch mehr Berufsfelder sich hier ein Beispiel nehmen. Vielleicht entsteht für die ein oder andere Person hier der erste Schritt in eine berufliche Zukunft im Sozialwesen.“
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