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Rheinland-Pfalz will seine Spitzenposition in der Künstlichen Intelligenz weiter ausbauen und investiert rund 20 Millionen Euro in moderne Forschungsinfrastruktur. Mit dem Geld soll das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) seine Rechenkapazitäten deutlich erweitern und neue Impulse für Wirtschaft, Start-ups und Wissenschaft schaffen.
INFOS:
- Rund 20 Millionen Euro fließen in den Ausbau der KI-Infrastruktur.
- Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“.
- Profitieren sollen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups.
20 Millionen Euro für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz
Mit der Investition soll das Infrastrukturprojekt CompAI am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) umgesetzt werden. Geplant sind leistungsstarke Grafikprozessoren (Graphics Processing Units, GPUs), moderne Speicherlösungen und neue Dateninfrastrukturen. Sie bilden die Grundlage für das Training leistungsfähiger KI-Modelle und zukünftiger Anwendungen.
Die Landesregierung will damit die Voraussetzungen schaffen, damit Forschungsergebnisse schneller in marktreife Produkte und digitale Lösungen überführt werden können.
Forschung soll schneller in der Wirtschaft ankommen
Wirtschaftsminister Michael Ebling bezeichnete Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig leichter Zugang zu moderner KI-Technologie erhalten und Innovationen schneller in ihre Geschäftsprozesse integrieren können.
Wissenschaftsminister Clemens Hoch betonte, dass Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren gezielt Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz aufgebaut habe. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen schaffe dafür ideale Voraussetzungen.
Von der Investition profitieren auch Start-ups
Nach Angaben des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ermöglicht die Förderung den Einsatz der neuesten Generation von KI-Prozessoren. Gleichzeitig entstehen energieeffiziente Rechenressourcen, die nicht nur der Forschung, sondern auch Projektpartnern aus dem Mittelstand sowie jungen Technologieunternehmen zur Verfügung stehen.
DFKI-Direktor Prof. Dr. Andreas Dengel sieht darin einen wichtigen Schritt, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts langfristig zu sichern.
Rheinland-Pfalz baut seine KI-Kompetenz weiter aus
Nach Angaben der Landesregierung gibt es in Rheinland-Pfalz inzwischen rund 320 Unternehmen, die Künstliche Intelligenz entwickeln oder einsetzen. Hinzu kommen mehr als 100 wissenschaftliche Arbeitsgruppen sowie 181 Studiengänge mit Bezug zur Künstlichen Intelligenz.
Bei ihrem Besuch informierten sich die Minister außerdem am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) über KI-Anwendungen für Industrie und Gesundheitswesen sowie am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) über Forschungsprojekte zur nachhaltigen Mobilität. Dort arbeiten Wissenschaftler unter anderem an digitalen Zwillingen, mit denen sich Reifenabrieb und Mikroplastik künftig genauer vorhersagen lassen.
Mit der Millioneninvestition will Rheinland-Pfalz seine Rolle als einer der führenden Standorte für Künstliche Intelligenz weiter ausbauen und den Transfer neuer Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft beschleunigen.
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