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Strohballen brennen – dann kommt das Unwetter

Quelle: Freiwillige Feuerwehr VG Rüdesheim

Ein Flächenbrand bei Oberstreit hat die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rüdesheim erneut gefordert. Rund zwei Dutzend gelagerte Rundballen brannten nahe dem Solarpark. Gleichzeitig griffen die Flammen auf umliegende Ackerflächen über. Doch noch während der Löscharbeiten zog ein kräftiges Unwetter über die Nahe-Region.

Für die Feuerwehr bedeutete das einen schnellen Wechsel zwischen zwei extremen Wetterlagen. Während Kräfte gegen Feuer und Trockenheit kämpften, meldeten andere Orte bereits vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume.

Rund zwei Dutzend Strohballen brennen

Die Rundballen lagerten gemeinsam an einer Stelle. Pressesprecher Michael Ginz beschreibt die Lagerung als eine Art Strohmiete. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten mehrere Stellen.

Wegen der heißen und trockenen Witterung erreichten die Flammen auch die umliegende Ackerfläche. Deshalb setzten die Einsatzkräfte mehrere Strahlrohre ein. Außerdem zogen Bagger die brennenden Ballen auseinander.

Auch Landwirte unterstützten die Löscharbeiten. Sie transportierten Wasser mit Güllefässern und ergänzten damit die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr. Die Brandursache steht bislang nicht fest. Nun ermittelt die Polizei.

Feuer und Wasser fordern die Wehren gleichzeitig

Noch während des Flächenbrands bei Oberstreit zog eine Gewitterfront über die Nahe-Region. Daraufhin meldeten Bürger mehrere vollgelaufene Keller. Außerdem knickten oder stürzten Bäume um.

Nach dem Waldbrand am Rotenfels und mehreren Flächenbränden bleibt die Belastung hoch. Ginz sieht deshalb zwei unterschiedliche Gefahren, auf welche sich Feuerwehren vorbereiten müssen.

„Da müssen wir uns darauf einstellen, dass wir in den Sommermonaten bei diesen Temperaturen uns rüsten müssen für Vegetationsbrände, für Flächenbrände, für Waldbrände.“

Gleichzeitig müssten die Wehren bei Starkregen und Unwettern einsatzfähig bleiben. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde und des Landkreises sieht Ginz dafür gut aufgestellt.

Feuerwehr warnt vor heißen Fahrzeugen auf Gras

Für die Bevölkerung hat der Feuerwehrsprecher zwei klare Hinweise. Wer ungewöhnlichen Rauch entdeckt, sollte aufmerksam bleiben. Bei einem möglichen Brand gilt: sofort die 112 wählen.

Außerdem warnt Ginz vor Fahrzeugen auf trockenen Grasflächen. Denn nicht nur die Motorhaube wird bei der Fahrt heiß. Besonders die Auspuffanlage am Unterboden kann sehr hohe Temperaturen erreichen.

„Das heißt, nicht auf Gras oder Trockenflächen abstellen, weil dadurch natürlich sehr schnell ein Brand entstehen kann.“

Gerade nach den zahlreichen Vegetationsbränden der vergangenen Wochen bleibt deshalb besondere Vorsicht wichtig. Denn bei großer Trockenheit kann schon eine kleine Hitzequelle einen Brand auslösen.

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Thorsten Subat arbeitet als Redaktionsleiter bei Rhein Nahe Direkt.Sein Fokus liegt auf kommunalen Themen, Veranstaltungen und gesellschaftlich relevanten Entwicklungen. Dabei legt er Wert auf gründliche Recherche und verständliche Darstellung komplexer Themen.