Das Gesundheitsmanagement in Bad Kreuznach steht weiter im Fokus der Stadtpolitik. In der Stadtratssitzung stellte Rebecca Schamari ihren aktuellen Bericht vor. Dabei wurden Zahlen, Maßnahmen und neue Projekte vorgestellt, und zugleich diskutierten die Mitglieder offen über die Entwicklung.
Krankenquote weiterhin über Durchschnitt
Die Stadtverwaltung verzeichnete im Jahr 2025 eine Krankenquote von 12,7 Prozent. Damit liegt sie über Vergleichswerten, und besonders im operativen Bereich fällt der Wert höher aus. Während die Verwaltung bei rund 10 Prozent liegt, erreicht der operative Bereich über 14 Prozent.
Auch die durchschnittlichen Fehltage bleiben hoch. In der Verwaltung liegen sie bei über 25 Tagen pro Person, und im operativen Bereich sogar bei mehr als 35 Tagen.
Breites Angebot für Mitarbeiter
Das Gesundheitsmanagement setzt auf Prävention, und es bietet zahlreiche Maßnahmen an. Dazu zählen Bewegungskurse, Schulungen für Führungskräfte sowie Angebote zur Stressbewältigung. Besonders die Kurse werden gut angenommen, und teilweise gibt es Wartelisten.
Auch der Arbeitsschutz wurde ausgebaut, und neue Schulungen fanden statt. Zudem wurden 48 Mitarbeitende zu Brandschutz- und Evakuierungshelfern ausgebildet.
Ein wichtiger Baustein bleibt das betriebliche Eingliederungsmanagement. Im Jahr 2025 liefen insgesamt 56 Verfahren, und ein Teil davon konnte erfolgreich abgeschlossen werden.
Neue Projekte für 2026 geplant
Für das laufende Jahr plant die Stadt weitere Maßnahmen. Dazu gehören Schulungen zum Umgang mit schwierigen Situationen im Bürgerkontakt. Gerade Bereiche wie Bürgeramt oder Kfz-Zulassung stehen hier im Fokus.
Außerdem soll eine Aktionswoche zur psychischen Gesundheit stattfinden. Die Stadt reagiert damit auf steigende Belastungen, und sie will Mitarbeiter gezielt unterstützen.
„Wir haben gesehen, dass die psychische Gesundheit ein immer größer werdender Aspekt ist“, so Schamari.
Diskussion über Ursachen im Stadtrat
Im Stadtrat wurde der hohe Krankenstand intensiv diskutiert. Dabei nannten Verantwortliche verschiedene Gründe. Neben Arbeitsbelastung spielen auch gesellschaftliche Entwicklungen eine Rolle. Zudem entstehen viele Erkrankungen außerhalb der Arbeit.
Die Stadt setzt deshalb auf langfristige Strategien, und sie will die Gesundheit der Mitarbeitenden weiter stärken. Ziel bleibt es, die Ausfallzeiten zu senken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.


