Mit einer Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe möchten Tobias Arndt aus Gösenroth und Patrick Winter die Mutter des 22-jährigen Jason unterstützen. Der junge Mann war im Februar bei einer Kollision seines Autos mit einem Linienbus lebensgefährlich verletzt worden und kämpft seitdem um sein Leben.
Familie sammelt Spenden nach schwerem Busunfall
Nach Angaben der Familie erlitt Jason unter anderem schwerste Kopfverletzungen sowie Einblutungen im Gehirn und am Hirnstamm. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern geflogen, wo er knapp zwei Wochen in akuter Lebensgefahr schwebte. Mehrere schwerwiegende Operationen waren notwendig, um sein Leben zu retten.
Verlegung in Spezialklinik am Bodensee
Inzwischen wurde der 22-Jährige mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik am Bodensee verlegt. Dort liegt er weiterhin im Koma, wird beatmet und rund um die Uhr medizinisch überwacht.
Seine Mutter besucht ihn nach Angaben der Familie so oft wie möglich, spricht mit ihm, pflegt ihn und begleitet ihn auf seinem Weg zurück ins Leben. Durch die Verlegung in die Spezialklinik haben sich die Fahrstrecken von zuvor rund 90 auf etwa 400 Kilometer pro Strecke verlängert.
Mit den langen Fahrten entstehen erhebliche Kosten. Hinzu kommen Verdienstausfälle. Jasons Mutter unterbrach ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft kurz vor dem Examen, um sich um ihren Sohn kümmern zu können. Dadurch verlängert sich ihre Ausbildung um ein Jahr. Währenddessen kümmert sich Tobias Arndt um die drei weiteren Kinder der Familie.
Spendenziel bei 30.000 Euro
Nach Angaben der Initiatoren wird das gesammelte Geld vollständig an Jasons Mutter ausgezahlt. Es soll unter anderem für Fahrtkosten, Übernachtungen, Verdienstausfälle, notwendige Anschaffungen für Jason sowie weitere Ausgaben rund um seine Betreuung verwendet werden. Eventuelle Überschüsse sollen ebenfalls Jason zugutekommen.
Das Spendenziel liegt bei 30.000 Euro. Es wurden bereits fast 15.000 Euro gespendet.
Familie berichtet von ersten kleinen Fortschritten
In einem Update vom 16. Juni teilte die Familie mit, dass Jason weiterhin kaum ansprechbar sei und nahezu keine Reaktionen zeige. Gleichzeitig berichtete sie von einer ersten positiven Entwicklung: Der 22-Jährige könne inzwischen für kürzere Zeiträume selbstständig atmen, ohne auf das Beatmungsgerät angewiesen zu sein.


