Mustafa Cimşit aus Ingelheim ist mit der Martin-Buber-Plakette 2026 ausgezeichnet worden. Der Gründer und Geschäftsführer des Jüdisch-Muslimischen Bildungswerks Maimonides erhielt die Ehrung im Rahmen des Internationalen Festivals des Dialogs EURIADE in Kerkrade in den Niederlanden.
Gemeinsam mit Cimşit wurden Rabbiner Aaron Malinsky und der Benediktinermönch Dom Adriaan J. M. Lenglet ausgezeichnet.
Würdigung durch Ministerpräsident Gordon Schnieder
Ministerpräsident Gordon Schnieder gratulierte dem Ingelheimer zu der Auszeichnung. Er betonte, dass Cimşit mit der Gründung des Bildungswerks vor sieben Jahren einen wichtigen Ort für den jüdisch-muslimischen Austausch geschaffen habe.
Die Ehrung sei eine Anerkennung für seinen langjährigen Einsatz für Verständigung, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Bildungsarbeit gegen Vorurteile
Des weiteren würdigte Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, das Engagement Cimşits. Gemeinsam mit jüdischen Partnern habe er Räume geschaffen, in denen Menschen unterschiedlicher Religionen miteinander ins Gespräch kommen können.
Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit mit jungen Menschen. Denn durch Bildungs- und Begegnungsangebote an Schulen vermittelt das Bildungswerk Wissen über jüdisches und muslimisches Leben und fördert den Austausch auf Augenhöhe.
Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Nach Ansicht der Landesregierung gewinnt dieses Engagement angesichts zunehmenden Antisemitismus und anderer Formen von Menschenfeindlichkeit weiter an Bedeutung. Die Arbeit des Bildungswerks leiste einen wichtigen Beitrag für Respekt, Toleranz und das Miteinander in der Gesellschaft.


