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Mainz plant Bettensteuer ab Juli 2026

Der Marktplatz mit historischen Gebäuden und Cafés, beleuchtet von der Abendsonne in einer deutschen Stadt.
Quelle: Rhein Nahe Direkt

Die geplante Bettensteuer in Mainz soll ab Juli 2026 eingeführt werden und Übernachtungen in der Stadt verteuern. Die Landeshauptstadt will damit Millionen einnehmen, um Tourismus und Kultur langfristig zu sichern.

Was bisher bekannt ist:

  • Einführung der Bettensteuer ab 1. Juli 2026 geplant
  • Einnahmen von bis zu 4 Millionen Euro jährlich erwartet
  • Entscheidung im Stadtrat am 6. Mai 2026

Gestaffelte Abgabe für Übernachtungsgäste

Die Stadt Mainz konkretisiert ihre Pläne für eine neue Beherbergungsabgabe. Künftig sollen Gäste je nach Übernachtungspreis zwischen 2 und maximal 5 Euro pro Nacht zusätzlich zahlen. Bei günstigen Zimmern bis 50 Euro liegt die Abgabe bei 2 Euro, bei teureren Angeboten kann sie auf bis zu 5 Euro steigen.

Eingezogen wird das Geld nicht direkt von der Stadt, sondern über Hotels und Pensionen. Diese berechnen die Abgabe beim Gast und führen sie anschließend an die Kommune ab. Das Modell gilt als vergleichsweise einfach umzusetzen und wird bereits in vielen deutschen Städten praktiziert.

Mainzer Bettensteuer soll Millionen in die Kasse bringen

Mit der Mainzer Bettensteuer verfolgt die Stadt ein klares Ziel: zusätzliche Einnahmen zur Stabilisierung des Haushalts. Für das zweite Halbjahr 2026 werden rund 2 Millionen Euro erwartet, in den Folgejahren könnten es bis zu 4 Millionen Euro jährlich sein.

Diese Mittel sollen gezielt in touristische und kulturelle Angebote fließen. Dazu zählen unter anderem die Straßenfastnacht, die Johannisnacht sowie Einrichtungen wie das Gutenbergmuseum. Insgesamt investiert Mainz derzeit zwischen 8 und 10 Millionen Euro jährlich in solche Projekte.

Freiwillige Leistungen unter besonderem Druck

Ein zentrales Argument für die neue Abgabe ist der steigende finanzielle Druck auf den städtischen Haushalt. Viele der geförderten Veranstaltungen und Einrichtungen gelten als sogenannte freiwillige Leistungen. Genau diese stehen bei der Kommunalaufsicht besonders im Fokus.

Nach Angaben von Oberbürgermeister Nino Haase sei die neue Abgabe ein notwendiger Schritt, um diese Angebote langfristig abzusichern. Auch Finanzdezernent Daniel Köbler verweist darauf, dass zusätzliche Einnahmequellen gefordert seien, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren.

Entscheidung fällt Anfang Mai

Ob die Bettensteuer in Mainz tatsächlich kommt, entscheidet der Stadtrat am 6. Mai 2026. Sollte die Satzung verabschiedet werden, könnte die Abgabe bereits ab dem 1. Juli in Kraft treten.

Geplant ist zudem eine Überprüfung nach drei Jahren. Dann will die Stadt analysieren, wie sich die Abgabe auf Tourismus, Wirtschaft und Einnahmen ausgewirkt hat.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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