Drei Tage lang verwandelten sich die Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern erneut in eine Teddyklinik. Mehr als 400 Kinder aus zahlreichen Kindertagesstätten im Rhein-Hunsrück-Kreis brachten ihre Kuscheltiere mit. Die kleinen schlüpften dabei selbst in die Rolle von Teddy-Ärzten. Erstmals wurde zusätzlich eine offene Sprechstunde angeboten, die von weiteren 90 Kindern besucht wurde.
Teddyklinik in Simmern: Kuscheltiere wie echte Patienten behandelt
Ziel der Aktion war es, Kindern spielerisch die Angst vor Arzt- und Krankenhausbesuchen zu nehmen. Nach der Anmeldung ging es für Kuscheltiere wie Schäfchen „Wolke“, Teddy „Bruno“ oder Puppe „Emma“ in die Teddy-Sprechstunde. Gemeinsam mit Medizinstudierenden im Praktischen Jahr sowie Auszubildenden der hauseigenen Pflegeschule untersuchten die Kinder ihre flauschigen Patienten an verschiedenen Stationen.
Sie legten Verbände an, unterstützten im Operationssaal, schoben ihre Kuscheltiere durch ein blinkendes Röntgengerät, beobachteten Untersuchungen im Labor und holten anschließend die passende „Medizin“ in der Teddy-Apotheke ab. Zum Abschluss erhielten alle Kinder eine Urkunde, kleine Geschenke sowie erstmals ein Bilderbuch über den Besuch einer Teddyklinik.
Rettungswagen sorgte für besonderes Erlebnis
Ein weiterer Höhepunkt war der Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Dort konnten die Kinder medizinische Ausrüstung kennenlernen, das Blaulicht einschalten und erfahren, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird.
„Die Teddyklinik ist für uns alle eine echte Herzensangelegenheit”, sagt Dr. Stephanie Zang, Leiterin der Zentralen Notaufnahme und Initiatorin des Projekts. Und: „Kinder erleben hier ganz spielerisch, wie ein Krankenhaus funktioniert. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Kuscheltiere und merken dabei, dass Untersuchungen und Behandlungen keine Angst machen müssen.”
Gleichzeitig bot die Teddyklinik den Medizinstudierenden und Auszubildenden der Pflegeschule die Möglichkeit, Erfahrungen im einfühlsamen Umgang mit jungen Patienten zu sammeln.
Aktion soll fester Bestandteil bleiben
Während der gesamten Veranstaltung prägten neugierige Fragen, leuchtende Kinderaugen und engagierte Teddy-Ärzte das Bild der Teddyklinik. Für die Diakonie Kliniken Hunsrück steht deshalb bereits fest, dass die Aktion auch künftig fortgesetzt werden soll.
Ermöglicht wird das Projekt jedes Jahr durch die Unterstützung des Fördervereins der Diakonie Kliniken Hunsrück und des Aenne Wimmers Hospizes e.V. „Wir sind sehr glücklich über diese Chance und bedanken uns bei allen Helfern, die die Teddyklinik mit so viel Herzblut möglich machen. Ein besonderer Dank gilt Monika Uhr, die das Projekt mit außergewöhnlichem Engagement organisiert hat. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine solche Woche zwischen Kuscheltieren, strahlenden Kinderaugen und begeisterten Teddy-Ärzten nicht möglich gewesen“, bedankt sich Zang bei allen Unterstützern und Helfern.


