Die wohnortnahe Gesundheitsversorgung bleibt ein zentrales Thema der Kommunalpolitik im Kirner Land. Mit der Förderung neuer Hausärzte begegnet die Verbandsgemeinde Kirner Land dem Problem der Nachbesetzung von Arztpraxen im ländlichen Raum.
Kirner Krankenhaus
Bürgermeister Thomas Jung betonte: „Aber auch die stationäre und die Notfallversorgung unserer Bürger stehen im Mittelpunkt der Bemühungen.“
Austausch über Herausforderungen kleiner Krankenhäuser
Auf Einladung von Chefarzt Dr. Stephan Horn (Innere Medizin) und Bürgermeister Thomas Jung trafen sich die Ortsbürgermeister sowie Vertreter der Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Kirner Land im Diakonie Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie in Kirn.
Vor Ort informierten sich die Teilnehmer über die aktuellen Rahmenbedingungen für kleinere Krankenhäuser und die Herausforderungen der Krankenhausträger. Dabei wurden insbesondere die Auswirkungen der Bundesgesetzgebung sowie deren Umsetzung auf Landesebene thematisiert.
Chefarzt Dr. Stephan Horn und Oberarzt Dr. Benz (Orthopädie) berichteten übereinstimmend, dass es an einer verlässlichen Planbarkeit fehle. Zudem stellten beide die Sinnhaftigkeit der Krankenhausreform, den Wegfall insbesondere kleinerer Krankenhäuser sowie die erwarteten Einsparpotenziale infrage.
Einblick in das Leistungsangebot des Krankenhauses
Die Vertreter der 21 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Kirner Land informierten sich außerdem über das aktuelle Leistungsangebot des Diakonie Krankenhauses Kirn.
Während eines Rundgangs besichtigten sie die moderne Ausstattung der Zentralen Notaufnahme sowie der Inneren Medizin und der Chirurgischen Abteilung. Vorgestellt wurde außerdem die Physiotherapie, die stationäre Patienten nach Operationen bei der Genesung unterstützt und deren Leistungen auch ambulant angeboten werden.
Die Vertreter der Ortsgemeinden zeigten sich von den Voraussetzungen für die medizinische Versorgung sowie von dem eingespielten und professionellen Team beeindruckt.
Appell an Bund und Land
Zum Abschluss richteten die Vertreter der Verbandsgemeinde einen deutlichen Appell an die Verantwortlichen in Mainz und Berlin: „Wir brauchen eine 24/7 Notfallversorgung im ländlichen Raum, wir brauchen unser Kirner Krankenhaus.“