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Wörrstadt beschließt kommunalen Wärmeplan

Straße mit Häusern und nachhaltiger Energie.
Bild: KI-unterstützt

Die Verbandsgemeinde Wörrstadt hat ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Der Verbandsgemeinderat stimmte dem Wärmeplan bei einer Enthaltung zu. Damit erfüllt die Verbandsgemeinde die gesetzliche Vorgabe deutlich vor der Frist am 30. Juni 2028. Der Wärmeplan soll als strategische Grundlage für die künftige Wärmeversorgung dienen. Er zeigt, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen und wie die Versorgung langfristig wirtschaftlicher und klimafreundlicher gestaltet werden kann.

Klassische Wärmenetze kaum wirtschaftlich

Die Untersuchung zeigt, dass klassische Wärmenetze in der Verbandsgemeinde kaum wirtschaftlich betrieben werden können. Grund dafür sind die ländliche Siedlungsstruktur und die vergleichsweise geringen Wärmedichten. Deshalb sollen künftig vor allem dezentrale Lösungen eine Rolle spielen. Je nach Gebäude oder Quartier können unterschiedliche Konzepte infrage kommen.

Bürgermeister Markus Conrad betont, dass es für die Verbandsgemeinde keine zentrale Lösung geben werde. Stattdessen müsse man Lösungen entwickeln, die zu den einzelnen Gemeinden und Gebäuden passen.

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Energetische Sanierung bleibt wichtig

Gleichzeitig setzt die Verbandsgemeinde weiter auf die energetische Sanierung von Gebäuden. Dadurch soll der Wärmebedarf dauerhaft sinken.Für neun Ortsgemeinden sowie die Stadt Wörrstadt liegen bereits Quartierskonzepte vor. Sie untersuchen unter anderem Einsparpotenziale beim Energieverbrauch und beim CO₂-Ausstoß.Darüber hinaus gibt es bereits erste konkrete Maßnahmen. In Spiesheim und Ensheim wurden energetische Sanierungssatzungen beschlossen.

Steuerliche Vorteile für Eigentümer

Innerhalb der festgelegten Sanierungsgebiete können Eigentümer für bestimmte Maßnahmen steuerliche Vorteile nutzen. Dazu zählen unter anderem neue Fenster und Türen, Fassadensanierungen, Dachdämmungen, Dachbegrünungen und die Erneuerung von Heizungsanlagen.Unter den entsprechenden Voraussetzungen lassen sich die Kosten über zwölf Jahre vollständig abschreiben. Diese Möglichkeit soll künftig auch auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden.

In Armsheim laufen bereits vorbereitende Untersuchungen für ein entsprechendes Sanierungsgebiet.

Wärmeplanung wird weiterentwickelt

Die Verbandsgemeinde sieht den Wärmeplan nicht als Abschluss. Vielmehr soll er die Grundlage für weitere Projekte bilden. Die Stabsstelle Klimaschutz, der Fachbereich Bauen und Umwelt sowie der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt sollen nun gemeinsam prüfen, welche dezentralen Lösungen wirtschaftlich umgesetzt werden können.

Die Erstellung des Wärmeplans wurde über die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert. Die Verbandsgemeinde erhielt nach eigenen Angaben eine Förderung von 74.541,60 Euro. Das entspricht einer Förderquote von 90 Prozent.

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