Die alten Grubenlampen stehen direkt vor dem Mundloch des barrierefreien Erbstollens bereit. Dort lernen Sie in einer kurzen Einführung die Vielfalt der Bergmannsleuchten durch die Jahrhunderte kennen – vom sogenannten Unschlittfrosch über die Freiberger Blende bis zur Linse und erfahren wie die Bergleute ihr „Geleucht“ führten, um eine bestmögliche Lichtausbeute im Dunkel der Stollen zu haben. Dann beginnt Ihre Einfahrt in den finsteren Erbstollen. Einziges Licht sind unsere Öllampen.
Langsamen Schrittes und an den Handläufen orientiert, gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit in der die Bergleute früher gearbeitet haben. Im Gegensatz zur harten Arbeit damals, dürfen wir die stille und geheimnisvolle Atmosphäre genießen, hören das Echo von Wassertropfen im Dunkel des langgestreckten Stollens verhallen und spüren die Spannung zwischen Ruhe und Geschichte.
Nach dem Dunkelerlebnis gibt es eine kurze Pause zum Aufwärmen, Erfrischen und Wiederanpassen an das Tageslicht.
Im zweiten Teil erkunden Sie das Hauptbergwerk mit seinen riesigen, von Menschenhand geschaffenen Hohlräumen. Genießen Sie den Anblick von prächtig in Grün- und Blautönen schillerndem Malachit und Azurit bei voller Beleuchtung, aber auch mit der Erfahrung, dass die Bergleute des Mittelalters mit ihren Öllampen dieses grandiose Werk nie wirklich sehen konnten.
Ihr Sonntagserlebnis voller lebendiger Geschichte wird schließlich mit der Vorführung der Fischbacher Kupferhütte abgerundet. Hier erleben Sie wie bereits im Mittelalter mit raffinierter Technik das Kupfererz in einem wasserbetriebenen Pochwerk zermahlen und schließlich zu dem begehrten ‚Roten Gold‘ geschmolzen wurde.