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IGBCE fordert von BioNTech Klarheit über weitere Einschnitte

Symbolbild Quelle: Myriam Zilles von Unsplash

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, kurz IGBCE, reagiert besorgt auf aktuelle Medienberichte über mögliche weitere Einschnitte bei BioNTech. Gemeinsam mit dem Landesbezirk Rheinland-Pfalz und Saarland fordert die Gewerkschaft das Unternehmen auf, seine weiteren Pläne offenzulegen.

Nach Angaben der IGBCE sorgen die Berichte bei den Beschäftigten für erhebliche Verunsicherung. Gleichzeitig laufen noch Verhandlungen über die Folgen bereits angekündigter Standortschließungen.

Standort Idar Oberstein bereits von Schließung betroffen

BioNTech hatte im Mai angekündigt, die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen bis Ende 2027 schließen zu wollen.

Damit ist auch die Region unmittelbar von den bereits bekannten Umstrukturierungen betroffen. Die IGBCE verhandelt nach eigenen Angaben derzeit noch über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die angekündigten Maßnahmen.

Nun sorgen Berichte über mögliche weitere Sparprogramme für neue Unsicherheit. Welche Standorte oder Beschäftigten zusätzlich betroffen sein könnten, ist bislang nicht bestätigt.

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Gewerkschaft fordert klare Aussagen von BioNTech

Gewerkschaftssekretär Christian Trapp kritisiert, dass die Beschäftigten von möglichen weiteren Einschnitten aus den Medien erfahren hätten. Die IGBCE fordert deshalb konkrete Aussagen darüber, welche Maßnahmen BioNTech plant.

Auch der Landesbezirksleiter der IGBCE Rheinland-Pfalz und Saarland, Roland Strasser, warnt vor möglichen Folgen für den Biotechnologie und Pharmastandort Mainz sowie für Arbeitsplätze und Know-how in Deutschland.

BioNTech senkt Umsatzprognose für 2026

Anfang August hatte BioNTech seine Finanzprognose für das laufende Jahr angepasst. Das Unternehmen erwartet für 2026 nun einen Umsatz zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro. Zuvor lag die Prognose bei 2 bis 2,3 Milliarden Euro. Als Gründe nennt BioNTech unter anderem eine weltweit geringer als erwartete Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen.

Auch die geplanten Forschungs- und Entwicklungskosten wurden reduziert. BioNTech erklärte dazu, Ressourcen effizienter einsetzen und seine Kostendisziplin fortsetzen zu wollen. Einsparungen durch Priorisierung und Optimierung sollen sich nach Angaben des Unternehmens auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Weitere Einschnitte bislang nicht bestätigt

Ein zusätzliches Stellenabbauprogramm geht aus den aktuellen BioNTech-Zahlen nicht hervor. Die IGBCE bezieht sich bei ihrer Kritik ausdrücklich auf Medienberichte über mögliche weitere Maßnahmen.

Die Gewerkschaft fordert deshalb eine Klarstellung von BioNTech und belastbare Aussagen zur Zukunft der Standorte und Beschäftigten. Gleichzeitig verlangt sie ein stärkeres Engagement der Bundesregierung für den Pharmastandort Deutschland.

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Geraldine Werner arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich zu informieren.