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ÖPNV im Kreis Birkenfeld: Weniger Busfahrten auf mehreren Linien geplant

Während geplant ist, die Nationalparklinie zu kürzten, soll die zwischen Neubrücke und Idar-Oberstein verkehrende Buslinie 835 künftig auch Hoppstädten und Dienstweiler bedienen.
Bild: Axel Munsteiner/Kreisverwaltung Birkenfeld

Der Landkreis Birkenfeld will sein Busangebot auf mehreren wenig genutzten Strecken verändern. Vorgesehen sind weniger Fahrten, neue Rufbusangebote und Änderungen bei einzelnen Linien. Der zuständige Ausschuss hat dem Maßnahmenpaket mehrheitlich zugestimmt. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag am 2. November.

Der öffentliche Nahverkehr im Landkreis Birkenfeld soll an mehreren Stellen angepasst werden. Hintergrund sind Fahrgastzählungen des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbundes, kurz RNN, aus den Jahren 2023 bis 2025. Dabei wurden mehrere Busverbindungen festgestellt, die nur wenig genutzt werden. Der Ausschuss für Infrastruktur, Wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz hat dem daraus entwickelten Maßnahmenpaket mit einer Gegenstimme zugestimmt. Ob die Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet der Kreistag am 2. November.

Fahrgastzahlen als Grundlage für Änderungen

Der Landkreis hat sein Busangebot im August 2022 deutlich ausgeweitet und fährt seitdem jährlich rund 5,4 Millionen Buskilometer. Das entspricht nahezu dem Dreifachen der vorherigen Fahrleistung. Um zu prüfen, wie Fahrgäste die zusätzlichen Verbindungen nutzen, ließ der RNN über mehrere Jahre Fahrgastzahlen erfassen. Anschließend prüfte der RNN vor allem Verbindungen mit geringer Nachfrage. Auch Vorschläge aus den Gemeinden flossen in die Planung ein. Nach Angaben der Kreisverwaltung soll das Busangebot im Landkreis grundsätzlich weiterhin verlässlich bleiben.

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Weniger Fahrten und mehr Rufbusse

Auf mehreren Linien im Kreis Birkenfeld sollen künftig weniger Busse fahren. Betroffen sind unter anderem die Linien 812, 813 und 820. Teilweise werden die Takte ausgedünnt, am Wochenende sollen einzelne Verbindungen entfallen. Die Linien 857 und 858 sollen komplett auf Rufbusbetrieb umgestellt werden. Die größten Änderungen sind bei der Nationalparklinie 890 geplant. Der Abschnitt zwischen Rhaunen und der Wildenburg soll entfallen. Gleichzeitig sollen weitere Orte an die Verbindung zwischen Wildenburg und dem Hunsrückhaus angebunden werden. Insgesamt könnten dadurch rund 170.000 Buskilometer pro Jahr eingespart werden.

Bis zu 380.000 Euro Einsparung möglich

Nicht alle Änderungen führen automatisch zu geringeren Kosten für den Landkreis. Bei den Verkehrsverträgen gelten bestimmte Grenzen, ab denen sich weniger gefahrene Kilometer auch finanziell auswirken. Bei den sogenannten Losen 1 bis 3 erwartet die Kreisverwaltung deshalb trotz der geplanten Änderungen derzeit keine Einsparungen für den Kreishaushalt. Im Stadtverkehr Idar-Oberstein sollen rund 6.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Das größte finanzielle Potenzial liegt im sogenannten Los 4. Dort könnten nach Einschätzung der Kreisverwaltung jährlich bis zu 380.000 Euro eingespart werden. Voraussetzung ist, dass für zusätzliche Rufbusangebote keine neuen kleineren Busse angeschafft werden müssen. Stattdessen sollen bereits vorhandene Dieselbusse eingesetzt werden. Die endgültige Entscheidung über das gesamte Maßnahmenpaket trifft der Kreistag am 2. November.

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