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Wohnraumsicherung in Idar-Oberstein besteht seit fünf Jahren

Bild: Stiftungen kreuznacher diakonie/Nicolle Stobert

Seit fünf Jahren unterstützt die Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung der Stiftung kreuznacher diakonie Menschen in Idar-Oberstein, denen der Verlust ihrer Wohnung droht. Anlässlich des Jubiläums lädt die Einrichtung am Donnerstag, 10. September, zu einem Tag der offenen Tür ein.

Kurz vor dem Tag der Wohnungslosigkeit am 11. September möchte die Beratungsstelle dabei ihre Arbeit vorstellen. Gleichzeitig sollen neue Kontakte entstehen, die bei der Unterstützung von Betroffenen helfen können.

Frühzeitige Hilfe soll Wohnungsverlust verhindern

Ein Schwerpunkt der Fachberatungsstelle liegt auf der Prävention. Deshalb können sich Betroffene bereits bei ersten Mietrückständen oder Abmahnungen an die Mitarbeiter wenden.

„Wohnungsverlust lässt sich in den allermeisten Fällen verhindern, wenn Betroffene uns frühzeitig kontaktieren“, erklärt Einrichtungsleiterin Tanja Theis.

Neben der Prävention gehört auch die Krisenintervention zur Arbeit. Dabei versucht die Fachberatungsstelle gemeinsam mit ihrem Netzwerk, fristlose Kündigungen oder Räumungsklagen abzuwenden.

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Beratungsstelle vermittelt zwischen Mietern und Vermietern

Darüber hinaus vermittelt die Einrichtung bei Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Außerdem unterstützt sie Betroffene bei Anträgen auf Wohngeld, Bürgergeld oder die Übernahme von Mietkosten.

Auch nach einer akuten Krise bleibt die Beratungsstelle Ansprechpartner. Durch die Nachsorge soll sich die Wohnsituation langfristig stabilisieren. Bei Bedarf vermittelt die Einrichtung zudem weitere Hilfsangebote.

Dafür arbeitet sie in einem Netzwerk unter anderem mit Schuldnerberatung, Ärzten, Suchtberatung, Migrationsberatung, Bewährungshilfe, Sozialämtern und Jobcentern zusammen. Die Beratung ist für Betroffene kostenlos und vertraulich.

Prävention kann hohe Folgekosten verhindern

Nach Angaben der Fachberatungsstelle hilft die frühzeitige Unterstützung nicht nur den Betroffenen. Sie kann gleichzeitig hohe Folgekosten vermeiden. Muss eine Kommune Menschen nach einem Wohnungsverlust unterbringen, können beispielsweise Kosten für eine Notunterkunft entstehen.

Auch eine Zwangsräumung kann weitere Ausgaben verursachen. Dazu gehören unter anderem Gerichts- und Anwaltskosten sowie Kosten für Gerichtsvollzieher, Transporte oder die Einlagerung von Möbeln. Eine rechtzeitige Vermittlung zwischen Mietern und Vermietern kann solche Verfahren verhindern.

Zudem weist die Fachberatungsstelle darauf hin, dass der Verlust der eigenen Wohnung erhebliche persönliche, berufliche und gesundheitliche Folgen haben kann. Der Erhalt des Wohnraums soll deshalb dazu beitragen, die Lebenssituation der Betroffenen zu stabilisieren.

Tag der offenen Tür im September

Der Tag der offenen Tür findet am Donnerstag, 10. September, von 10 bis 13 Uhr in der Amtsstraße 4 in Idar-Oberstein statt. Dort können sich Interessierte über die Arbeit der Fachberatungsstelle informieren.

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung noch bis 2027. Außerdem beteiligt sich die Stadt Idar-Oberstein an der Finanzierung.

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Geraldine Werner arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich zu informieren.