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Tag des offenen Denkmals in Idar-Oberstein lockt an besondere Orte

Jugendliche bei einer Führung zum Tag des offenen Denkmals in Idar-Oberstein
Bild: Deutsche Stiftung Denkmalschutz / copyright Jan Bosch

Beim Tag des offenen Denkmals in Idar-Oberstein stehen am Sonntag, 13. September, zwei der markantesten historischen Bauwerke der Stadt im Mittelpunkt: die Felsenkirche und Schloss Oberstein. Im gesamten Landkreis Birkenfeld reicht das Programm vom historischen Kupferbergwerk bis zu Schlössern, die Besucher an diesem Tag aus nächster Nähe erleben können.

INFOS:

• Der Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, 13. September 2026, statt.
* In Idar-Oberstein öffnen die Felsenkirche und Schloss Oberstein.
* Im Landkreis sind insgesamt sechs historische Orte im aktuellen Programm aufgeführt.

Felsenkirche kann auf eigene Faust erkundet werden

Wer Idar-Oberstein besucht, kommt an ihr kaum vorbei – am Tag des offenen Denkmals lässt sich die Felsenkirche ausgiebig erkunden. Das Wahrzeichen der Stadt ist am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Besucher können die Kirche auf eigene Faust besichtigen. Gästeführer stehen vor Ort bereit und beantworten Fragen zum Bauwerk und seiner Geschichte.

Je nach Verfügbarkeit soll außerdem ein Organist in der Felsenkirche spielen. Damit verbindet sich der Blick auf die Geschichte des ungewöhnlichen Sakralbaus mit einem musikalischen Erlebnis.

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Schloss Oberstein öffnet den Blick ins „Verlies“

Noch mehr zu entdecken gibt es auf Schloss Oberstein. Das Schloss ist am 13. September von 11 bis 17 Uhr geöffnet – und bietet dabei Zugang zu Bereichen, die für Besucher besonders interessant sein dürften.

Im Mittelpunkt steht eine Ausstellung über den verheerenden Schlossbrand von 1855. Das Feuer zerstörte Schloss Oberstein damals bis auf die Grundmauern. Unter schwierigen winterlichen Bedingungen bildeten Bürger von der Nahe bis hinauf zum Schloss eine Kette und reichten Löscheimer weiter. Das Ereignis beschleunigte anschließend den Aufbau eines geordneten Feuerlöschwesens in der Stadt.

Am Tag des offenen Denkmals wird außerdem die Ausgrabungsstätte geöffnet. Über die 2023 fertiggestellte Überdachung des Nordostturms gelangen Besucher zu den wiederhergestellten unterirdischen Magazinen. Von dort ist auch ein Blick in das sogenannte „Verlies“ und auf die Ausgrabungsfläche möglich.

Besonders spannend: Dort wurden Mauerreste entdeckt, die möglicherweise älter sind als Schloss Oberstein selbst. Der Bereich wird weiterhin archäologisch bearbeitet und soll langfristig dauerhaft für Besucher zugänglich gemacht werden.

Tag des offenen Denkmals führt auch unter die Erde

Nur wenige Kilometer von Idar-Oberstein entfernt wird der Aktionstag im historischen Kupferbergwerk Fischbach wörtlich zur Reise in die Tiefe. Von 11 bis 16 Uhr steht dort die Geschichte des Bergbaus im Mittelpunkt. Besucher können historische Bergbautechniken mit Schlägel und Eisen erleben, das für den Bergbau wichtige Schmiedehandwerk kennenlernen und an Dunkelführungen mit historischen Grubenlampen teilnehmen.

Eine Besonderheit gibt es eigens für diesen Tag: Im Bergwerk wird ein Stollen geöffnet, der abseits der üblichen Besucherwege liegt. Das passt zum bundesweiten Gedanken des Aktionstages. Der Tag des offenen Denkmals gilt als Deutschlands größtes Kulturevent und wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Historische Gebäude und Anlagen sollen dabei erlebbar werden – darunter Orte und Bereiche, die normalerweise nicht oder nur eingeschränkt öffentlich zugänglich sind.

2026 steht der Aktionstag unter dem Motto „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bauwerke, Verkehrswege und andere Strukturen über Jahrhunderte Menschen miteinander verbunden und gesellschaftliche Entwicklung ermöglicht haben.

Von Allenbach bis Sien: Schlösser öffnen ihre Türen

Auch außerhalb von Idar-Oberstein ist das Programm breit aufgestellt. Schloss Allenbach bietet am Sonntag gleich sieben Führungen an. Zwischen 11 und 17 Uhr beginnt zu jeder vollen Stunde eine rund 45-minütige Führung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Schloss ist allerdings nicht barrierefrei. In Leisel öffnet das Löwenhaus, das ehemalige Badische Amtshaus, bereits am Samstag seine Türen. Dort werden Führungen durch das historische Gebäude angeboten.

Auf Schloss Sien geht es dagegen um die Zukunft eines Denkmals. Eine Ausstellung zeigt die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses. Die Eigentümerin führt um 14, 16 und 18 Uhr persönlich durch das Gebäude.

Alle Veranstaltungen im Landkreis Birkenfeld im Überblick

Ort / DenkmalÖffnungszeitenProgramm
Idar-Oberstein – FelsenkircheSo., 13.9. 10–16 UhrDie Felsenkirche kann selbstständig besichtigt werden. Gästeführer beantworten Fragen zum Bauwerk und seiner Geschichte. Nach Verfügbarkeit ist außerdem ein Organist vor Ort.
Idar-Oberstein – Schloss ObersteinSo., 13.9. 11–17 UhrAusstellung zum großen Schlossbrand von 1855. Geöffnet werden außerdem die Ausgrabungsstätte, die unterirdischen Magazine und der Bereich mit Blick in das „Verlies“. Zu sehen sind auch möglicherweise besonders alte Mauerreste.
Fischbach – Historisches KupferbergwerkSo., 13.9. 11–16 UhrDunkelführungen mit historischen Grubenlampen, Schmiedehandwerk und Vorführungen historischer Bergbautechniken. Extra für den Tag des offenen Denkmals wird ein Stollen abseits der üblichen Besucherwege geöffnet.
Leisel – Löwenhaus / Badisches AmtshausSa., 12.9.
10–18 Uhr So., 13.9.
10–13 Uhr
Führungen durch das historische Löwenhaus. Dazu werden Kaffee und Kuchen angeboten.
Allenbach – Schloss AllenbachSo., 13.9. 11–17 Uhr zu jeder vollen StundeRund 45-minütige Führungen um 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. Das Schloss ist nicht barrierefrei.
Sien – Schloss SienSo., 13.9. 12–18.30 UhrAusstellung „Liebe und Last rund um Schloss Sien“ zur denkmalgerechten Sanierung. Führungen durch die Eigentümerin um 14, 16 und 18 Uhr. Dazu gibt es Kaffee, Kuchen, Getränke und Snacks.

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