Das Haus der Stadtgeschichte in Bad Kreuznach hat sein sechsjähriges Bestehen gefeiert und dabei große Anerkennung erhalten. Bei einer Festveranstaltung würdigte die Archivdirektorin der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz die Einrichtung als „Juwel und Leuchtturm“ innerhalb der kommunalen Archivlandschaft.
Lob für Engagement und Entwicklung
Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit von Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann und ihrem Team. Das Haus habe sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Ort der Erinnerung, Bildung und des Austauschs entwickelt. Auch Oberbürgermeister Emanuel Letz zeigte sich stolz und dankte dem Land, dem Stadtrat sowie dem Förderverein Bürgerarchiv für ihre Unterstützung.
Vom Provisorium zum modernen Archiv
Die Geschichte des Stadtarchivs reicht bis ins Jahr 1681 zurück. Über viele Jahre waren die Bestände unter schwierigen Bedingungen untergebracht. Erst mit dem heutigen Standort konnte eine moderne Lösung geschaffen werden. Während früher rund 90 Quadratmeter zur Verfügung standen, umfasst das Haus der Stadtgeschichte heute etwa 744 Quadratmeter.
Digitalisierung als große Herausforderung
Ein zentrales Thema für die Zukunft ist die Digitalisierung der Archivbestände. Diese geht weit über das reine Einscannen hinaus und erfordert einen hohen personellen und finanziellen Aufwand. Gleichzeitig müssen die Authentizität und langfristige Sicherung der Daten gewährleistet werden.
In den vergangenen sechs Jahren hat das Haus der Stadtgeschichte ein breites Angebot entwickelt. Dazu zählen unter anderem Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen sowie Projekte mit Schulen und Kindergärten. Auch der Ausbau digitaler Angebote soll weiter im Fokus stehen.


