Der CSA-Trägerlehrgang in Bad Kreuznach hat am Samstag Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis auf anspruchsvolle Gefahrstoff-Einsätze vorbereitet. Im Feuerwehrgerätehaus Bad Kreuznach vermittelten die Kreisausbilder Peter Kurz, Rainer Kurz, Alexander Zeller, Alexander Jodeleit und Stephan Haar die notwendigen Kenntnisse für den Einsatz mit Chemikalienschutzanzügen der Körperschutzform 3.
Schutz vor gefährlichen Stoffen
Ein Chemikalienschutzanzug der Form 3 schützt Einsatzkräfte vor gefährlichen und giftigen Stoffen. Der gasdichte Anzug umschließt den gesamten Körper. Unter dem Anzug trägt die Feuerwehrkraft ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät. Mehrere Materialschichten verhindern den Kontakt mit gefährlichen Substanzen.
Die Tragezeit beträgt in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Danach erreichen die körperlichen Belastungen häufig ihre Grenzen. Deshalb benötigen die Einsatzkräfte eine spezielle Ausbildung.
Praxis unter erschwerten Bedingungen
Zunächst erhielten die Teilnehmer theoretische Kenntnisse über Aufbau, Einsatzmöglichkeiten und Besonderheiten der Schutzanzüge. Anschließend folgte die praktische Ausbildung.
Im Übungshof der Feuerwache Bad Kreuznach trainierten die Feuerwehrleute verschiedene Aufgaben. Dabei bewegten sie sich unter realistischen Bedingungen in den gasdichten Anzügen. Zusätzlich mussten sie eine undichte Rohrleitung abdichten. Außerdem übten sie das Einsteigen in einen Tank über einen Domdeckel.
Während der Übungen zeigte sich schnell, wie anspruchsvoll die Arbeit in einem Chemikalienschutzanzug ist. Das eingeschränkte Sichtfeld erschwert viele Tätigkeiten. Gleichzeitig erhöhen das Gewicht des Anzuges, die hohen Temperaturen und beschlagene Sichtscheiben die Belastung erheblich.
Ständige Überwachung der Einsatzkräfte
Während aller Übungen überwachte eine Atemschutzüberwachung die Teilnehmer per Funk. Dabei kontrollierten die Ausbilder fortlaufend den Luftverbrauch der Geräteträger. So stellten sie die Sicherheit der Einsatzkräfte jederzeit sicher.
Zum Abschluss übten die Teilnehmer das korrekte Auskleiden der Schutzanzüge. Dieser Schritt spielt eine wichtige Rolle, da er die Verschleppung möglicher Kontaminationen verhindert.
Alle Teilnehmer bestanden die abschließende Prüfung erfolgreich. Damit dürfen sie künftig bei Übungen und Einsätzen Chemikalienschutzanzüge der Form 3 tragen. Zu den erfolgreichen Absolventen gehörten Feuerwehrleute aus Bad Kreuznach, Bad Sobernheim, Kirn, Feilbingert, Warmsroth, Windesheim, Langenlonsheim, Mandel, Rüdesheim und weiteren Orten des Landkreises.


