Start » Nachrichten » Bad Kreuznach » Verkehrsunfallbilanz: Weniger Verkehrsunfälle in Bad Kreuznach
Veröffentlicht in

Verkehrsunfallbilanz: Weniger Verkehrsunfälle in Bad Kreuznach

Verkehrsunfallbilanz: Weniger Verkehrsunfälle in Bad Kreuznach
Symbolbild. Quelle: Rhein Nahe Direkt

Die Polizeidirektion Bad Kreuznach hat die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 für den Raum Bad Kreuznach vorgestellt.

Verkehrsunfallbilanz: Weniger Verkehrsunfälle in Bad Kreuznach

Insgesamt wurden im Zuständigkeitsgebiet der Bad Kreuznacher Polizei 3111 Verkehrsunfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 3243 Unfällen entspricht das einem Rückgang um 4,1 Prozent.

Das Dienstgebiet umfasst neben der Stadt Bad Kreuznach auch die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach Land, Langenlonsheim-Stromberg und Rüdesheim mit rund 120.000 Einwohnern. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

Anzeige

Menschliches Fehlverhalten häufigste Ursache

Die Hauptursachen für Verkehrsunfälle lagen weiterhin vor allem im menschlichen Fehlverhalten. Besonders häufig waren ungenügender Sicherheitsabstand, Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren sowie nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorfahrtsmissachtungen. Technische Defekte spielten mit unter 0,1 Prozent nur eine sehr geringe Rolle.

Mehr Verletzte und drei Todesopfer

Bei 340 Verkehrsunfällen mit Personenschäden wurden insgesamt 403 Personen verletzt, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die meisten Verletzungen waren leicht, während 46 Personen schwer verletzt wurden. Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, im Jahr zuvor war es eine Person gewesen.

Als Hauptursache für schwere und tödliche Unfälle nennt die Polizei weiterhin eine nicht angepasste Geschwindigkeit.

Viele Unfallfluchten

Insgesamt 726 Unfallverursachende entfernten sich unerlaubt vom Unfallort. In etwas mehr als der Hälfte der Fälle konnten die Verantwortlichen ermittelt werden. Die Polizei weist darauf hin, dass Unfallflucht kein Kavaliersdelikt ist und strafrechtliche Konsequenzen sowie den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich ziehen kann.

Alkohol und Drogen weiter ein Thema

Bei 56 Verkehrsunfällen spielte der Einfluss von Alkohol oder Drogen eine Rolle. Auch hier drohen den Verursachenden empfindliche Strafen sowie der Verlust des Führerscheins.

Risikogruppen im Blick

Bei jungen Fahrenden im Alter von 18 bis 24 Jahren wurden 551 Verkehrsunfälle registriert, was einen leichten Rückgang darstellt. Auch bei den Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren ging die Zahl der Unfälle auf 663 zurück.

Die Polizei setzt weiterhin auf Kontrollen, Geschwindigkeitsüberwachung sowie präventive Maßnahmen, insbesondere in Zusammenarbeit mit Schulen, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.

Anzeige

Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.