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Letzte Bewohnerin verlässt Stift St. Martin in Bingen

Quelle: Rhein Nahe Direkt

Das Seniorenzentrum Stift St. Martin in Bingen hat seinen Betrieb vollständig eingestellt. Am 2. Juni hat die letzte Bewohnerin die Einrichtung verlassen. Damit nähert sich der Schließungsprozess seinem Abschluss.

Nach Angaben der Carl Puricelli’schen Stiftung konnten für alle Bewohnerinnen und Bewohner alternative Wohn- und Betreuungsplätze gefunden werden.

Offener Mittagstisch ebenfalls beendet

Mit der Schließung wurde auch der offene Mittagstisch eingestellt. Das Angebot richtete sich nicht nur an Bewohner der Einrichtung, sondern auch an Gäste aus der Nachbarschaft.

Zudem sind inzwischen sämtliche Arbeitsverhältnisse beendet. Das Kuratorium dankte den Mitarbeitenden sowie den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz während der vergangenen Monate.

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Käufer für Immobilie gesucht

Die Carl Puricelli’sche Stiftung sucht nun einen Käufer für das Gebäude. Die Erlöse aus einem Verkauf sollen dazu beitragen, offene Forderungen von Gläubigern sowie ausstehende Rechnungen und Gehaltszahlungen zu begleichen.

Investorensuche blieb erfolglos

Die Schließung des Seniorenzentrums hatte sich bereits seit längerer Zeit abgezeichnet. Die Stiftung hatte im Oktober 2025 erklärt, den Betrieb langfristig nicht mehr aufrechterhalten zu können. Ende 2025 wurde Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Anfang 2026 startete ein Ausschreibungsverfahren zur Suche nach einem Investor für den Weiterbetrieb. Nachdem sich im April der letzte verbliebene Interessent aus den Verhandlungen zurückgezogen hatte, blieb eine Übernahme aus.

Damit musste die Stiftung die endgültige Schließung des Seniorenzentrums weiter vorantreiben.

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Geraldine Werner arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.
Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich zu informieren.