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Drei Verbandsgemeinden stärken den Tourismus

Quelle: Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg (Sonja Flick)

Der Tourismus zwischen Rhein, Nahe und Soonwald soll künftig gemeinsam weiterentwickelt werden. Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Rüdesheim, Rhein-Nahe und Langenlonsheim-Stromberg haben dafür einen Letter of Intent unterzeichnet. Gleichzeitig bewilligte das Land Rheinland-Pfalz Fördermittel für einen gemeinsamen Entwicklungsprozess. Ziel ist eine leistungsfähige und zukunftsfähige Tourismusorganisation.

Mit der Vereinbarung reagieren die drei Kommunen auf den Strukturwandel im Tourismus. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Land Rheinland-Pfalz die touristische Neuausrichtung der Destination Hunsrück-Nahe angestoßen. Nun rückt die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene stärker in den Mittelpunkt.

Gemeinsame Stärken besser nutzen

Dem Beschluss gingen mehrere Gespräche sowie ein gemeinsamer Strategie-Workshop voraus. Dabei zeigte sich, dass die drei Verbandsgemeinden viele gemeinsame Themen verbinden. Dazu zählen die Erlebnisräume Rhein, Nahe und Soonwald ebenso wie Wein, Wandern, Radfahren und das kulturelle Erbe rund um Hildegard von Bingen.

Zugleich wachsen die Anforderungen an den Tourismus. Digitalisierung, Datenmanagement, steigende Qualitätsansprüche und der Fachkräftemangel machen eine engere Zusammenarbeit sinnvoll.

„Tourismus kennt keine Grenzen. Es ist wichtig, dass wir das interkommunale, das globale Denken verinnerlichen.“, sagte Bürgermeister Markus Lüttger.

Land unterstützt den Entwicklungsprozess

Der jetzt bewilligte Förderantrag ermöglicht einen rund 18 Monate dauernden Entwicklungsprozess. Ein externes Tourismusfachbüro begleitet die beteiligten Kommunen. Gemeinsam analysieren sie bestehende Strukturen und entwickeln Organisations- sowie Finanzierungsmodelle. Außerdem entstehen Handlungsempfehlungen für die politischen Gremien.

Die Absichtserklärung legt dabei noch keine endgültige Organisationsform fest. Sie bildet vielmehr den Startpunkt für die weitere Zusammenarbeit.

Bundesgartenschau und Hildegard-Jubiläum im Blick

Die drei Verbandsgemeinden wollen sich zudem frühzeitig auf die Bundesgartenschau 2029 im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal vorbereiten. Gleichzeitig rückt der 900. Geburtstag der Heiligen Hildegard von Bingen im selben Jahr in den Fokus. Beide Ereignisse bieten aus Sicht der Kommunen große Chancen für den Tourismus zwischen Rhein, Nahe und Soonwald.

Am Ende des Entwicklungsprozesses entscheiden die politischen Gremien über die künftige Organisationsform. Ziel bleibt eine engere Zusammenarbeit, um die Region gemeinsam touristisch weiterzuentwickeln.

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Thorsten Subat arbeitet als Redaktionsleiter bei Rhein Nahe Direkt.Sein Fokus liegt auf kommunalen Themen, Veranstaltungen und gesellschaftlich relevanten Entwicklungen. Dabei legt er Wert auf gründliche Recherche und verständliche Darstellung komplexer Themen.