Im Rahmen der Staffel „Film im Theater“ zeigt die Initiative StattKino in Kooperation mit dem Kulturamt Idar-Oberstein am Freitag, 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Stadttheater das Drama „Die Saat des heiligen Feigenbaums“. Der Film des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof wurde heimlich und unter schwierigen Bedingungen im Iran gedreht. Außerdem war er 2025 deutscher Kandidat für den Oscar als „Bester Internationaler Film“.
Stadttheater Idar-Oberstein zeigt Drama über Proteste im Iran
Ausgangspunkt des Films ist der Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini im September 2022, die nach ihrer Festnahme durch die iranische Sittenpolizei in Haft starb. Daraufhin kam es im Iran zu landesweiten Protesten, die vom Regime brutal niedergeschlagen wurden. Vor diesem Hintergrund erzählt der Film eine eindringliche Familiengeschichte, die zeigt, wie politische Repressionen bis ins Private hineinwirken.
Film über Familiendrama
Familienvater Iman entscheidet sich trotz der eskalierenden Lage für die Loyalität zum Regime. Diese Entscheidung bringt seine Familie zunehmend aus dem Gleichgewicht. Während er selbst unter der psychischen Belastung seines neuen Jobs leidet, reagieren seine Töchter Rezvan und Sana schockiert und zugleich politisiert. Ehefrau Najmeh versucht verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten.
Intensive Inszenierung mit großer Wirkung
Mohammad Rasoulof verdichtet die gesellschaftlichen Ereignisse zu einem intensiven psychologischen Drama. Subtil und zugleich mit großer emotionaler Wucht zeigt der Film, wie Korruption, Angst und Machtmissbrauch familiäre Strukturen zerstören können. Trotz einer Laufzeit von fast drei Stunden entfaltet der Film eine dichte Spannung, die das Publikum bis zum Ende fesselt.
Essen und Eintritt
Passend zum Film bietet der Landgasthof Böß ab 18.30 Uhr im Bankettsaal des Theaters ein Speisenangebot unter dem Titel „Persische Wahrheiten“ an. Eine Anmeldung hierfür ist erforderlich. Der Eintritt zum Film kostet 4 Euro, der Kombipreis für Film und Essen beträgt 19 Euro.


